Telekom gründet Gesundheits-GmbH

Ausbau bei Gesundheit gehört zur Neuausrichtung bei T-Systems

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Das neue Geschäftsfeld der Telekom nennt sich „Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions“ und ist in vielen Bereichen der Gesundheitsbranche aktiv.
Das neue Geschäftsfeld der Telekom nennt sich „Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions“ und ist in vielen Bereichen der Gesundheitsbranche aktiv. (Bild: Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions)

Die Deutsche Telekom stellt sich im Gesundheitswesen breiter auf und gründet die Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions (DTHS). Mit mehr als 700 E-Health-Mitarbeiten insgesamt entsteht der Marktführer für integrierte Leistungen aus IT und Telekommunikation für die Gesundheitsbranche.

Die Telekom hatte 2010 das Konzerngeschäftsfeld Gesundheit an den Start gebracht.Dieses Geschäftsfeld wird nun um Gesundheitsvertrieb, Technik- und Sicherheitsspezialisten für Krankenhausinformationssysteme aus anderen Konzernteilen ausgebaut. Der Ausbau gehört bei der Telekom auch zur strategischen Neuausrichtung ihrer Systemsparte. T-Systems-Chef Chef Reinhard Clemens setzt verstärkt auf lukrative digitale Geschäftsmodelle rund um Cloud, Sicherheit, vernetztes Auto und E-Health. Das Marktpotential im Gesundheitsmarkt liegt allein in Deutschland bei 300 Milliarden Euro, moderne Technik soll die medizinische Betreuung künftig verbessern und zugleich effizienter gestalten.

Telekom will beim vernetzten Gesundheitswesen eine zentrale Rolle spielen

Dr. Axel Wehmeier, der das Gesundheitsgeschäft der Telekom verantwortet, sagt: „Die Telekom will beim Aufbau des intelligent vernetzen Gesundheitswesens die zentrale Rolle spielen. Daher bündeln wir alle E-Health-Kompetenzen im Konzern. Der Weg vom Markt zu Produktentwicklung, Produktion und Verkauf wird kürzer, wir rücken näher an den Kunden heran.“

Drei Millionen Arztabrechnungen pro Quartal

Die neue Gesundheits-GmbH betreut weltweit 350 Krankenhausinformationssysteme, betreibt die Computersysteme für 100 Kliniken und erstellt jedes Quartal für drei Millionen Patienten die Arztrechnungen. Zudem verwenden 650 Labore Hygiene-Anwendungen der Telekom. Das Unternehmen ist gemeinsam mit der HMM Deutschland auch Abrechnungsspezialist für Gehhilfen, Hörgeräten oder Bandagen. 9500 Apotheken, Orthopädietechniker und Firmen aus Reha- und Sanitätsfachhandel nutzen diesen Service bereits.

Generalunternehmer für Online-Tests der Gesundheitskarte

Die Deutsche Telekom Solutions for Healthcare ist in zahlreichen Feldern der Branche aktiv. Themen des Unternehmens sind neben der Betreuung von Patienten aus der Ferne digitale Messgeräte für Smartphones, Tablet-PCs für die Arztvisite im Krankenhaus, Klinik-IT, Assistenz- und Notfallsysteme für das Leben im Alter und die elektronische Gesundheitskarte. Erst kürzlich hatte die Telekom Ausschreibungen der Gematik für die elektronische Gesundheitskarte gewonnen. Als Generalunternehmer wird die Telekom in Sachsen und Bayern groß angelegte Online-Feldtests durchführen. Diese gelten als Generalprobe für den bundesweiten Start der vernetzten Karte.

Cloud-Angebote für Krankenhäuser auf der conhIT

Im Dezember hatte die Telekom durch die Übernahme des Healthcare IT-Geschäfts der BrightOne GmbH ihr Portfolio um ein eigenes Krankenhausinformationssystem erweitert. Mit anderen Kliniken oder Fachärzten verbundene Krankenhäuser sind ein Eckpfeiler für das vernetzte Gesundheitswesen der Zukunft.

Krankenhausinformationssysteme haben bei Gesundheitsdaten eine zentrale Rolle. Immer wichtiger werden dabei Mobilgeräte – etwa für die Visite am Krankenbett. Die Telekom bietet hierfür die App „iMedOne Mobile“. Die App und weitere Dienste für Krankenhäuser zeigt die Telekom Solutions for Healthcare kommende Woche vom 6.-8. Mai auf der conhIT. Die Berliner Klinik-IT-Messe gilt als Top-Stelldichein der Branche und ist der erste öffentliche Auftritt der neuen Telekom-Gesundheits-GmbH.

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