Gedanken zu eGovernment

Aufruf: Die digitale Agenda braucht Zusammenarbeit

| Redakteur: Manfred Klein

Dazu Bernhardt: „Wir dürfen dies nicht abtun. Dies sind die kritischen Faktoren für den Erfolg unserer Online-Angebote bei Bürgern und Unternehmen! Hierbei geht es nicht nur darum, wie ein Portal gestaltet wird oder welche Instrumente die Sicherheit gewährleisten. Hier geht es auch und vor allem darum, eGovernment vom Nutzer her zu denken, Lösungen vom Anwender her zu konzipieren und Online-Angebote von realen Bedürfnissen her zu implementieren. Lassen Sie uns also in den nächsten Jahren der Bedarfsorientierung unserer Aktivitäten wieder mehr Beachtung schenken.“

Bernhardt weiter: „Eine Grundversorgung Aller mit guten Online-Angeboten zu den wichtigsten Diensten der Verwaltung – gleich ob im Allgäu oder an der Ostsee, am Rhein oder an der Elbe – gibt es nicht! Das ist das Ergebnis einer Studie des Zentrums für sichere Informationstechnologie Austria, die jetzt bekannt wurde. Deutschland liegt beim eGovernment weit hinter Österreich, Spanien und Estland. Es gibt keine Internetdienste, die Menschen bei der Registrierung der Geburt ihres Kindes oder bei Angelegenheiten rund um den Umzug unterstützen, es gibt keine durchgehende elektronische Unternehmensgründung.“

Zudem sei eGovernment in Deutschland geprägt durch einen Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen. IT-Fachkräfte für die Verwaltung und IT-Kompetenz in der Verwaltung fehlten. Die vorhandenen Ressourcen würden in die Vielfalt, also in die Spezialisierung, gesteckt. In der Breite lägen jedoch Modernisierungspotenziale brach.

Dazu Bernhardt, wir müssen uns fragen, was der Anspruch, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, im digitalen Zeitalter bedeuten könnte.

„Setzen wir uns doch in den nächsten Wochen und Monaten mit der Frage auseinander: Kann Weniger, aber dafür Besser und breiter verfügbar, Mehr sein? Wie wollen wir mit der Vielfalt angesichts des Ressourcenmangels umgehen, der sich ja noch verschärfen wird?“

„Bündeln wir doch unsere Kräfte und konzentrieren uns auf Online-Angebote mit hohen Fallzahlen, mit Mehrwert.“

„So verstehe ich auch den Passus im Koalitionsvertrag, nach dem die Idee der einheitlichen Behördennummer 115 ins Internet übertragen werden soll und so zumindest die 100 wichtigsten und am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen bundesweit einheitlich online angeboten werden sollen.“

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42552452 / Projekte & Initiativen)