„Germany for Ukraine“ Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge aus der Ukraine

Von Susanne Ehneß

Eine neue App soll Flüchtlingen aus der Ukraine alle wichtigen Infos zu deutschen Hilfsmaßnahmen vermitteln. Den deutschen Kommunen sichert die Bundesinnenministerin finanzielle Unterstützung zu.

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Für die Flüchtlinge aus der Ukraine braucht es eine gute Erstversorgung und Unterkünfte
Für die Flüchtlinge aus der Ukraine braucht es eine gute Erstversorgung und Unterkünfte
(© pronoia - stock.adobe.com)

Deutschland will bei der Flüchtlingsversorgung nachbessern. Wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ sagte, gebe es zwar digitale Registrierungen ankommender Geflüchteter, doch müsse das „Willkommensgeschehen über eine Plattform, eine App“ verbessert werden.

In Polen gebe es eine solche App bereits, die übersichtlich über die verschiedenen Hilfsangebote des Landes informiere. „Wir arbeiten auch gerade daran, eine solche Plattform ‚Germany for Ukraine‘ zu entwickeln“, betonte Faeser. „Es wäre wirklich gut, wenn wir diese App in den nächsten Tagen fertiggestellt haben.“

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Bundesinnenministerin Nancy Faeser

Die SPD-Politikerin betonte, dass sämtliche anderen Hilfsmaßnahmen längst angelaufen seien: „Seit die Geflüchteten kommen, bin ich jeden Tag im Austausch mit Ländervertreterinnen und -vertretern, wir helfen über die Bundespolizei, wir helfen ganz groß mit einem Einsatz des THW innerhalb und außerhalb Deutschlands. Und wir haben natürlich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Einsatz, übrigens auch in Berlin.“

Allein beim Technischen Hilfswerk (THW) seien über 2.300 Helfer im Einsatz. Seit dem 3. März sind laut Bundesinnenministerium sieben Hilfstransporte für die Ukraine vom THW an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht worden, mit medizinischem Material, Generatoren, Hygienesets, Sanitätsmaterial und anderen Hilfsgütern, und am 11. März ist ein Hilfstransport mit Feldbetten und Winterschlafsäcken in Moldau eingetroffen.

Kosten für Kommunen

Gleichzeitig sollen die deutschen Kommunen nicht allein gelassen werden. Faeser betonte, dass der Bund sich finanziell an den Unterstützungsmaßnahmen für Flüchtlinge beteilige. „Das hat es in den letzten Jahren ja immer gegeben, dass es einen Ausgleich gab“, so die Bundesinnenministerin. Aktuell gehe es aber primär um eine gute Versorgung der Flüchtlinge.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser
Bundesinnenministerin Nancy Faeser
(© Peter Jülich)

Die Kosten für Unterbringung und medizinische Versorgung der Menschen aus der Ukraine würden nicht bei den Kommunen hängen bleiben. „Es ist ein gutes Zusammenspiel, wenn wir auf kommunaler, Landesebene und Bundesebene gleichermaßen für die Geflüchteten sorgen“, so Faeser.

Weiterreise vereinfachen

Laut Faeser kommen derzeit besonders in den Großstädten Berlin, Hamburg, München und Bremen viele Flüchtlinge an und brauchen eine Erstversorgung und Unterkünfte. Aber „viele Ukrainerinnen und Ukrainer wollen weiterreisen“, betonte die Ministerin. Deshalb werde es auch darum gehen, innerdeutsch und europaweit die Weiterreise zu vereinfachen.

Informationen

Häufige Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine gibt es auf der Seite des Bundesinnenministeriums in verschiedenen Sprachen:

FAQ zur Einreise aus der Ukraine

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