Anwenderbericht

Auf Wachstum programmiert: Hochschule Ruhr West

| Autor / Redakteur: Arno Laxy / Susanne Ehneß

Die Hochschule Ruhr-West hat 200 Mitarbeiter und 2.700 Studenten
Die Hochschule Ruhr-West hat 200 Mitarbeiter und 2.700 Studenten (Bild: Kemp)

Die Hochschule Ruhr West hat ein Load-Balancing-System eingeführt. Ziel war, die Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur an der staatlichen Einrichtung zu steigern. Die bisherigen Erfahrungen mit dem System sind positiv und bestätigen die Auswahl.

Die Hochschule Ruhr West (HRW) ist eine junge staatliche Hochschule mit hohen Qualitätsstandards. Sie hat ihre Standorte in den Städten Mülheim an der Ruhr und Bottrop in Nordrein-Westfalen. Die fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaft. Gegründet wurde die HRW im Wintersemester 2009 durch die Landesregierung. Derzeit beschäftigt sie rund 200 Mitarbeiter; immatrikuliert sind im Sommersemester 2014 etwa 2.700 Studierende in 14 Bachelor- und fünf Masterstudiengängen.

Die Basisdienste der Hochschule Ruhr West umfassen eine Groupware auf Grundlage von Microsoft Exchange sowie die Webapplikationen Intranet und Campusnet. Letzteres basiert auf MS SharePoint-Technologie und wird durch den IT-Service der Hochschule bereitgestellt.

Herausforderung

Die zu erwartenden steigenden Studierenden- und Beschäftigtenzahlen brachten auch erhöhte Anforderungen an Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit mit sich. Es war daher notwendig, die Exchange-Infrastruktur leistungsfähiger zu gestalten und die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Daher hatten die Verantwortlichen im Juli 2012 beschlossen, die Exchange- und Sharepoint-Farm redundant auszubauen und eine Load-Balancing-Lösung einzuführen.

„Im September waren wir dabei, unsere auf Basis von SharePoint entwickelten Webapplikationen sowie zusätzliche Exchange-Dienste über das Forefront-Threat-Management-Gateway (TMG) zu veröffentlichen. Noch während der Testphase erfuhren wir, dass Microsoft das TMG nicht mehr weiterentwickeln würde. TMG gilt in der Exchange-Landschaft als zentraler Bestandteil zur Absicherung der Kommunikation nach außen. Zusätzliche Nebeneffekte beim Network Load Balancing (NLB) Cluster ergaben sich aufgrund einer vorgeschalteten transparenten Firewall. Diese geänderte Ausgangssituation stellte uns vor neue Herausforderungen“, erläutert Ossama El Abbadi, Mitarbeiter IT-Service an der HRW, die Ausgangssituation.

Es stellte sich die Frage, wie die Dienste Intranet, eCampus und Exchange zukünftig nach außen sicher veröffentlicht werden konnten. Besonders die Webapplikationen sahen nur sehr kurze Wartungsfenster vor. Sie sind nicht nur für den Lehrbetrieb unerlässlich, sondern unterstützen die Studenten beim Management ihres Studiums sowie die Lehrenden bei der Verwaltung ihrer Kurse. Neben der sicheren Veröffentlichung waren nun auch die Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Auswahl der zu beschaffenden Load Balancer.

Ausgiebige Marktevaluation

Bei dem entsprechenden Auswahlprozess und der späteren Konfiguration der Load Balancer in der MS Exchange-Umgebung stand der HRW die Firma Binary aus Essen zur Seite. Sie berät die Hochschule in allen Fragen rund um Exchange und SharePoint. Die IT-Mitarbeiter der HRW und die Binary-Spezialisten unterzogen die gängigsten Load Balancer einem umfassenden Vergleich. Dieser beinhaltete Aspekte wie Leistungsfähigkeit, Preis, Ausbaufähigkeit, Bedienerfreundlichkeit sowie Support durch den Anbieter. Aber es galt auch die Lücke zu schließen, die sich dadurch abzeichnete, dass Microsoft geschäftskritische Infrastrukturen nicht mehr standardmäßig vor externen Bedrohungen absichert.

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