Big Data macht Behörden effektiver und servicefreundlicher

Auf die Architektur kommt es an

| Autor / Redakteur: Hadi Stiel / Susanne Ehneß

Harald Weimer, Geschäftsführer bei Talend Deutschland
Harald Weimer, Geschäftsführer bei Talend Deutschland (Bild: Talend)

Können Sie Tipps zur Auswahl einer geeigneten Big-Data-­Architektur geben?

Weimer: Sie sollte herstelleroffen, also Open-Source-Software (OSS)-basierend sein, um so einer Hersteller- und Preisbindung von vornherein aus dem Weg zu gehen. Solche herstelleroffenen Architekturen warten mit einheitlichen, grafikgestützten Werkzeugen und Wizzards für die Integration, Bereinigung und mit Blick auf die Analyse für die Markierung und Profilierung der Daten auf. Den Entwicklern stehen dazu innerhalb nur einer Plattform Werkzeuge wie Apache Hadoop, Apache Spark, Spark Streaming und NoSQL-Datenbanken zur Verfügung, um unter anderem nativen Code zu generieren und Continious-Delivery-Funktionen für eine beschleunigte Entwicklung von IT-Services für optimierte Verwaltungsprozesse zu nutzen.

Außerdem sollten die Entscheider bei der Auswahl der OSS-Architektur darauf achten, dass diese für die Integration der unterschiedlichen Datenquellen so viele Konnektoren wie möglich vorhält, für die der Anbieter nicht gesondert Lizenzgebühren erhebt. Im Fall der OSS-Architektur von Talend sind das mittlerweile über 800 Konnektoren, die ohne Aufpreis generell zum Lieferumfang der Architekturlösung gehören. Je mehr Konnektoren die Architektur der Wahl bietet, umso größer ist die Chance, dass alle für Big-Data-Analysen relevanten und lohnenden Datenquellen ohne hohe Aufwendungen in eine zentrale Datenbasis überführt werden können.

Was ist für die Ausgestaltung von IT-Services notwendig, um darüber, gewappnet mit den Erkenntnissen aus den Big Data-Analysen, die Prozesse der Behörde effektiver und effizienter zu gestalten?

Weimer: Teil der Architektur sollte ein Modul zur Anwendungs­integration sein, das einen superschnellen Service-Backbone beinhaltet, um so eine Service-orientierte Architektur (SOA) erstellen zu können. Darüber können dann Services in Echtzeit verbunden, vermittelt und verwaltet werden. Über eine Vielzahl an erweiterbaren Enterprise-Service-Bus (ESB)-Schnittstellen und Konnektoren auf OSS-Basis können Behörden heute mehr Anwendungen und Datenquellen denn je für die Service- und Prozessgestaltung nutzen.

Die Vorteile für die Behörde unter dem Strich: um bis zu 50 Prozent reduzierte Konvertierungszeiten, Einsparungen bei den Betriebskosten gegenüber CPU-basierenden Kostenmodellen von bis zu 70 Prozent, zusätzliche Einsparungen durch die freie Wahl der Programmiersprache und ein erleichterter Umstieg von Big-Data-Systemen wie Informatica, IBM DataStage und anderen Extract, Transfom, Load (ETL)-Systemen auf die OSS-Architektur und -Werkzeuge.

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