News Auf der Suche nach eGovernment-Standards

Redakteur: Gerald Viola

„eGovernment-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa“ – unter diesem Motto diskutierten rund 200 Experten in Berlin. Thema des gemeinsamen Kongresses von Bundesministerium

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„eGovernment-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa“ – unter diesem Motto diskutierten rund 200 Experten in Berlin. Thema des gemeinsamen Kongresses von Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Projekt Deutschland Online Standardisierung, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem DIN e.V. und der Initiative D21 waren die Herausforderungen der anstehenden Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und der Erfahrungsaustausch über Fragen der Interoperabilität von eGovernment-Lösungen: Was sind die Voraussetzungen für Interoperabilität zur weiteren Verwaltungsmodernisierung, Standortstärkung und die engere Zusammenarbeit mit Unternehmen? „Die aktuellen und sehr konkreten Herausforderungen der anstehenden Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie machen die praktische Bedeutung des Themas deutlich. Im Kern geht es darum, dass vor allem die mittelständische Wirtschaft von den Möglichkeiten einer effektiven Kommunikation mit der Verwaltung profitiert, und dass die Öffentliche Hand in der Lage ist, durch eine verwaltungsübergreifende Kommunikation einen einheitlichen Ansprechpartner für Unternehmen anzubieten. Dazu müssen zunächst Verwaltungen untereinander, aber auch Verwaltungen und Wirtschaft interoperabel sein“, so der D21-Projektleiter Norman Heydenreich (Microsoft Deutschland).Staatssekretär Johann Hahlen warb in seiner Keynote-Rede engagiert für noch mehr Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei der Herstellung der Interoperabilität. „rGovernmentprozesse gehen über Behördengrenzen von Bund, Ländern und Kommunen hinaus. Sie erfordern eine durchgängige Integration der IT-Verfahren. Hierfür sind einheitliche und verbindliche Schnittstellenstandards erforderlich, damit die beteiligten IT-Systeme bei Bund, Ländern und Kommunen die "gleiche Sprache" sprechen. Solche Interoperabilitätsstandards müssen ebenenübergreifend abgestimmt und verbindlich durchgesetzt werden.“Detlef Dauke, Abteilungsleiter für Technologiepolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und Heinz Gaub, Mitglied der Geschäftsleitung des DIN machten die die wachsende Bedeutung des Themas Standardisierung und Normung für den Marktzugang von Innovationen und damit für den Standort Deutschland deutlich. Mehrere Redner sprachen sich dafür aus, das Erfolgskonzept des „Neuen Ansatzes“ der EU auch auf dem Gebiet der eGovernment-Standards zur Anwendung zu bringen: Danach beschränken sich staatliche Vorgaben auf sogenannte "grundlegende Anforderungen". Deren technische Konkretisierung wird den Normenorganisationen übertragen.

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