Connected Republic: Der Mensch rückt in den Mittelpunkt

Auf dem Weg zur vernetzten Republik

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Dem Bürger ein Stück näher

Als Meilenstein in Richtung vernetzte Republik verdeutlicht das Projekt D-115 zugleich, welchen unverzichtbaren Beitrag innovative Technologien, wie zum Beispiel Cisco Unified Communications, zur gesellschaftlichen Transformation in Deutschland leisten. Der neue Bürgerservice soll künftig sämtliche Bundes-, Landes- und kommunalen Dienstleistungen unter der zentralen Rufnummer 115 zur Verfügung stellen. Bürger sparen sich die mühselige Suche nach zuständigen Stellen und Ansprechpartnern. Sie können öffentlichen Service unabhängig von den Sprechzeiten diverser Ämter in Anspruch nehmen. Im Pilotbetrieb, der 2009 anläuft, werden zunächst 100 der meistgefragten kommunalen Leistungen angeboten sowie je 25 hochfrequentierte Dienste aus Bundes- und Landesbehörden.

Neben Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen gehört auch Berlin zu den 115-Modellregionen. Die Bundeshauptstadt bietet beste Voraussetzungen für die Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer. Denn dort wird eine landesweite Cisco Unified-Communications-Plattform installiert, die IP-Telefone auf jeden Schreibtisch der Berliner Verwaltung bringt.

Auf dieser technischen Basis lassen sich erstmals durchgängige Prozessketten etablieren: ausgehend vom Bürger über Callcenter und CRM-Systeme bis hinein in alle involvierten Berliner Behörden. Mit ihrem zentralen Auskunfts-, Beratungs- und Vermittlungsdienst „Berlin-Telefon“ gehört die Hauptstadt außerdem zu den Vorreitern bei der Optimierung der telefonischen Bürgerbetreuung. So wie das Berlin-Telefon Bezirk für Bezirk erweitert wird, kann auch der bundesweite Service aufgebaut werden. Kommunen und Länder mit ihren eigenen Servicecentern, aber auch bundesweite Einrichtungen wie Ministerien oder die Agentur für Arbeit können nach und nach angeschlossen und mit der bestehenden Technik in die übergeordnete Infrastruktur integriert werden. Damit ist das Berlin-Telefon ein Modell für ganz Deutschland.

Für bessere Erreichbarkeit und höhere Produktivität sorgt Cisco Unified Communications auch in anderen Regionen der Bundesrepublik, zum Beispiel in Schwaben: Im gleichnamigen Regierungsbezirk ist die DRV Schwaben der regional zuständige Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und internationale Verbindungsstelle zu Italien, Marokko, Tunesien und Malta. Seit Januar 2008 unterstützen rund 40 Mitarbeiter in einer neu eröffneten Auskunfts- und Beratungsstelle in der Augsburger Schaezlerstraße und der Außenstelle in Kempten den Service für Versicherte, Rentner und Hinterbliebene. „Telefoniert wird an beiden neuen Servicestandorten ausschließlich per Voice-over-IP über unser konvergentes Cisco-Netzwerk“, sagt Ludwig Wiedemann, Referatsleiter Informationstechnik in der Augsburger Hauptverwaltung. Eine Anbindung an die zentrale Telefonanlage der gut 2,5 Kilometer entfernten Beratungsstelle sei schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage gekommen. „Stattdessen nutzen wir den Cisco Unified Communications Manager gewissermaßen als virtuelle Nebenstellenanlage. Alle Gespräche zwischen Hauptverwaltung und Schaezlerstraße laufen also über ohnehin vorhandene Datenleitungen“, berichtet Wiedemann. Insgesamt sind mehr als 100 moderne IP-Telefone von Cisco installiert. „Der Kommunikationskomfort und die Erreichbarkeit haben sich spürbar verbessert – und das wirkt sich natürlich positiv auf die Produktivität der Mitarbeiter aus“, so der Referatsleiter.

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