IAM zur Vorbereitung für die Prozessoptimierung

Auf dem Weg zu mehr Effizienz, Effektivität und Flexibilität in den Behörden

28.10.2009 | Autor / Redakteur: Hadi Stiel / Gerald Viola

Erwin Schöndlinger ist Geschäftsführer von Evidian Deutschland
Erwin Schöndlinger ist Geschäftsführer von Evidian Deutschland

Was macht Sie so optimistisch, dass diesmal die Prozessoptimierungswelle den gesamten Öffentlichen Dienst erfassen wird?

Schöndlinger: Dafür sprechen viele Gründe. Mit einer Grundgesetzänderung wurde der neue Artikel 91c geschaffen. Damit legt die Bundesregierung die Basis für eine übergreifende Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen. Die Tatsachen, dass steigende Staatsschulden und sinkende Steuereinnahmen die öffentlichen Haushalte belasten werden, zwingen zudem zum Bürokratieabbau und zur Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie.

Dies alles ist nur mittels einer innovativen IT zur Optimierung von Prozessen und damit der Verwaltungsarbeit möglich. Denn wenn künftig auf der Ausgabenseite kräftig gespart werden muss, wird das nur über mehr Effizienz, Effektivität und Flexibilität in den Behörden sowie einer engeren prozessgestützten Zusammenarbeit zwischen den Behörden, wenn möglich über Länder- und EU-Staatsgrenzen hinweg, bewerkstelligt werden können. Nicht zu vergessen sind die Impulse durch Fördergelder, die für die Ausprägung einer höheren IT-Sicherheit in der Öffentlichen Verwaltung bereitstehen.

Der größte Teilposten IT-Sicherheit macht immerhin 40 Prozent des Gesamtvolumens von 500 Millionen Euro für eine optimierte Informations- und Kommunikationstechnik aus.

Wie die Prozesse auch aussehen werden: Sicherheit in der integrierten Form von IAM wird ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Optimierung sein. Nur so werden die gesteckten Einsparungsziele erreicht, parallel die Effektivität und Flexibilität der Behörden nach innen und außen gesteigert werden können.

Und wenn einzelne Behörden doch wieder ausscheren und sich dem Optimierungsdruck nicht beugen werden?

Schöndlinger: Die Chance, dass dies nicht passieren wird, war noch nie so groß wie heute. Die Einführung eines Standardkostenmodells wird Aufwendungen und Ergebnisse von Verwaltungsvorgängen transparenter und zwischen Behörden vergleichbarer machen. Dadurch wird auch die Bereitschaft der Einzelbehörden wachsen, sich einer notwendigen Verwaltungsoptimierung zu stellen und zu fügen. Zumal knapper werdende Kassen zusätzlich Handlungsdruck erzeugen werden.

Also wird ihre Neigung wachsen, sich der Fördermittel für eine moderne Informations- und Kommunikationslandschaft zu bedienen. Neue Überwachungs- und Steuerungsinstrumente wie Benchmarking von Optimierungsmaßnahmen, Kosten-/Leistungsrechnung sowie Doppik werden ihren Teil dazu beitragen, dass die IT-gestützte Optimierung der Öffentlichen Verwaltung Fuß fassen und anschließend nachhaltig greifen wird.

IAM wird bei allen optimierten Prozessen gefordert sein, die notwendige Zugriffs- und Ablaufsicherheit beizusteuern. Denn andernfalls würden die gesteckten Ziele und Erwartungen der Entscheider auf allen Verwaltungsebenen nicht aufgehen. So führt das Land Hessen gerade den SSO (Single Sign-on) von Evidian, Teil der IAM-Modulsets Access Master, in Verbindung mit einer PKI (Public Key Infrastruktur) als Zugangslösung ein. Das Land Hessen selbst stellt diese Lösung als „führend im Bereich eGovernment in Deutschland“ heraus.

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