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Siemens IT Solutions and Services macht Atos zur Nummer drei unter den IT-Dienstleistern Atos stärkt Marktposition durch SIS-Kauf

| Redakteur: Sarah Gandorfer

Nun geht Siemens IT Solutions and Services (SIS) offiziell in den Atos-Origin-Konzern ein. Das macht das Unternehmen zu einem neuen Champion am IT-Markt.

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Die verkaufte Siemens-Service-Tochterheißt nun Atos. (SLX)
Die verkaufte Siemens-Service-Tochterheißt nun Atos. (SLX)

Seit vergangenen Dezember ist der Verkauf der zuvor nicht ganz so rentabel laufenden Siemens-Tochter (SIS) an die französische Atos Origin bekannt. Anfang Juli ging die Akquisition tatsächlich über die Bühne. Das neu geschaffene Unternehmen firmiert nun unter dem Namen Atos.

Mit einem jährlichen Proforma-Umsatz von 8,7 Milliarden Euro und 78.500 Mitarbeitern in 42 Ländern wird Atos ein neuer Champion am IT-Markt. Laut den Analysten von PAC platziert sich das Unternehmen pro forma in EMEA auf Platz drei der IT-Dienstleister gleich hinter IBM und HP. Bereits im zweiten Halbjahr erhofft sich Atos-Vorstand Thierry Breton einen Profit von 50 Millionen Euro.

Atos zahlte für SIS 176 Millionen Euro an Siemens in bar. Zudem erhielt die ehemalige deutsche Mutter eine 15 prozentige Beteiligung in Form von Wandelanleihen. Die Interessen der deutschen Partner werden künftig durch einen Siemens-Vorstand im Atos-Verwaltungsrat vertreten.

„Wir sind in einer einzigartigen Ausgangslage, um unsere Kunden in der neuen Ära der Informationstechnologie zu unterstützen",erklärt Breton. „Atos hat umfassende Erfahrung in transaktions-basierten Services und ist die Nummer eins unter den Rechenzentrumsbetreibern in Europa. Damit können wir unseren Kunden einen reibungslosen Übergang in die Cloud ermöglichen, so dass sie von mehr Flexibilität bei geringeren Kosten profitieren können.“

Durch die Akquisition und der sich daraus ergebenden Synergien kommt es zu einem Personalabbau von weltweit 1.750 Arbeitsplätzen, davon 650 in Deutschland. Betroffen sind vor allem Stellen in Verwaltungs- und Zentralfunktionen. Die Kosten für den immensen Personal- und Strukturausbau hat Siemens größenteils im Vorfeld übernommen.

Zudem profitiert Atos von gemeinsamen Verträgen, darunter das „Herkules-Projekt" mit der Bundeswehr, sowie einem Forschungszentrum, in das große Investiotionen geflossen sind. Hinzu kommt ein lukrativer Vertrag der besagt, dass Atos für sieben Jahre die IT-Dienstleistungen für den Münchner Konzern übernimmt.

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