Mit Microsoft und Intel

Asklepios Kliniken verwirklichen das Krankenhaus der Zukunft

04.01.2007 | Autor / Redakteur: Uwe Pöttgen / Gerald Viola

Die Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg vereint architektonische, organisatorische und informationstechnologische Innovationen. Sie ist damit weltweit ein Referenzzentrum für die Weiterentwicklung im Gesundheitswesen. Die Ausrichtung der medizinischen Dienstleistungen auf die künftigen Herausforderungen sowie die Bewahrung und Verbesserung der Behandlungsqualität erfordern eine umfassende Veränderung der Kommunikationsprozesse und Organisationsstrukturen sowohl innerhalb der Klinik als auch an den Schnittstellen zu allen Teilnehmern im Gesundheitswesen.

Um den Herausforderungen gerecht zu werden, gehen die Asklepios Kliniken neue Wege und initiierten mit Intel und Microsoft das Programm „Asklepios Future Hospital“ (AFH). Neu ist dabei vor allem der ganzheitliche Ansatz, den Asklepios verfolgt: Die konsequente Ausrichtung eines ganzen Krankenhauses – später ausgedehnt auf alle Kliniken von Asklepios – wurde in dieser Form bisher noch nicht realisiert.

Der Patient im Mittelpunkt

Im Rahmen des Asklepios-Future-Hospital-Programms werden innovative technologische Lösungen gemeinsam mit Lösungspartnern entwickelt und getestet. Bei den verschiedenen Projekten liegt der Fokus auf der Sicherstellung einer medienbruchfreien, interoperablen Kommunikation zwischen allen Leistungsteilnehmern im Gesundheitssystem, auf der Wirtschaftlichkeit der Lösungen und auf der Verbesserung der Behandlungsqualität für den Patienten. „Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass die IT eine wirkliche Entlastung für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal bringen kann“, erklärt Jörg Focke, Sprecher des Asklepios Future Hospitals.

Referenzzentrum Barmbek

Im Hamburger Stadtteil Barmbek sind einige Projekte des AFH bereits Alltag. Das Großprojekt hat mit der Asklepios Klinik Barmbek sein erstes Referenzzentrum. Informationstechnologie ist hier allgegenwärtig und zieht sich durch eine Vielfalt von Behandlungsprozessen – beispielsweise bei der Einweisung eines Patienten oder bei der mobilen Visite.

Beispiel Zentrale Notaufnahme: Hier wurde ein Dashboard mit Anbindung an die Ambulanz-IT implementiert. Wird ein Patient in die Notaufnahme eingeliefert, werden seine Daten umgehend digital erfasst und auf dem Dashboard grafisch dargestellt. Dazu zählen Patientenstammdaten, Behandlungsstatus, medizinische Zuordnung, Rauminformationen oder die Priorität des Patienten. Letztere wird durch einen Farbcode dargestellt: Angefangen mit Tiefrot für lebensbedrohlich stuft sich die Anzeige über Orange, Gelb und Grün bis hin zu Blau ab. Darüber hinaus wird der Name des Patienten am Dashboard angezeigt – aus Datenschutzgründen ist dieser jedoch nur für Krankenhausmitarbeiter in der zentralen Leitstelle ersichtlich. Außerhalb des geschützten Bereiches ist der Name mit einem Zahlencode verschlüsselt.

Über das Dashboard wird der Patient nun lokalisiert. Befindet er sich mehr als eine Minute in einem Behandlungszimmer, wird dieses Zimmer auf dem Dashboard als belegt angezeigt. Verlassen und erneutes Betreten des Raumes werden ebenfalls auf der Anzeige dargestellt. Bei Änderungen im Status des zu Patienten – wie etwa beispielsweise der Eingang neuer Befunde – wird dem Personal der neue Handlungsbedarf umgehend durch ein blinkendes Ausrufezeichen signalisiert. „Der Einsatz der neuen Technologie lässt uns bedeutend schneller auf Änderungen reagieren als früher“, so Jörg Focke.

„Die Einführung des medizinischen Dashboards, in das Asklepios-Future-Hospital-Programm, manifestiert den gemeinsamen Anspruch, die Optimierung der Versorgungsqualität am Patienten durch den Einsatz innovativer IT zu ermöglichen“, sagt Christian Ganz, Leiter Digitales Gesundheitswesen Deutschland bei Intel. „Mit dem Dashboard können die medizinischen Leistungserbringer auf die richtigen Patientendaten, am richtigen Behandlungsort und zur richtigen Zeit visualisiert zugreifen.“

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