eGovernment-Projektkosten bleiben (noch) geheim

Arvato und „Würzburg integriert!“ – nach neun Monaten noch keine Scheidung

02.12.2011 | Redakteur: Gerald Viola

Würzburg integriert: Scheidung braucht Zeit
Würzburg integriert: Scheidung braucht Zeit

Der Steuerzahlerbund beißt am gescheiterten eGovernment-Projekt „Würzburg intergriert“ auf Granit. Was das Projekt gekostet hat oder – die Verhandlungen laufen noch – kosten wird, bleibt Geheimsache. Und jetzt hat die Verwaltung Schützenhilfe von der Regierung von Unterfranken bekommen.

Der Steuerzahlerbund, der von der Stadt zu einer möglichen Verschwenung von Steuergeldern keine Auskunft erhielt, hatte Regierungspräsident Paul Beinhofer gebeten, den Sachverhalt um die Finanzierung des Pilotprojektes „Würzburg integriert“ rechtsaufsichtlich zu überprüfen, Gleichzeitig bat man Beinhofer, er solle Oberbürgermeister Georg Rosenthal veranlassen, die Anfrage des Steuerzahlerbundes zu beantworten.

Die Main-Post berichtet nun: „Das hat die Regierung nicht getan, forderte aber die Stadt zu einer Stellungnahme auf. Die städtischen Informationen hat die Regierung in einem Antwortschreiben an den Bund der Steuerzahler zusammengefasst und bewertet.“

In dem Schreiben werde „Würzburg integriert“ als ein „technisch ambitioniertes Pilotprojekt“ geschildert, das „aus verschiedenen Gründen“ die Erwartungen nicht erfüllt habe. Auch der Vertrag zwischen Arvato und Stadt sei eine „komplexe Materie“, der im wesentlichen darauf beruhe, dass die Stadt nur dann an Arvato zahlen müsse, wenn sich Effizienzsteigerungen in Form von geringeren Bearbeitungszeiten nachweisen ließen.

Geplante Ersparnis: 75 Arbeitsplätze und 27 Millionen Euro

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