Papierloses Krankenhaus wird Realität

Archive am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Das Neue Klinikum des UKE – hier die großzügige Eingangshalle – vereint 16 Kliniken unter einem Dach.
Das Neue Klinikum des UKE – hier die großzügige Eingangshalle – vereint 16 Kliniken unter einem Dach. (Bild: Siemens Healthcare)

Auf den weitläufigen Fluren der Notaufnahme am Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) ist heute deutlich weniger Betrieb als noch vor einigen Wochen. „Damals war hier sehr viel los“, erinnert sich Dr. Ulrich Mayer, Leiter der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am UKE. „Die extreme Glatteisbildung überall in der Stadt führte zu einem großen Andrang von Unfallopfern.

Durch das Glatteis in diesem Winter hatten wir im Schnitt 300 Patienten mehr pro Woche, von denen fast alle eine ernsthafte Verletzung hatten – vor allem an diesem einen Wochenende, wo einzelne Patienten von Freitag bis Samstag sogar auf den Fluren lagen und auf ihre Untersuchung warteten. Das war absolut auch eine Bewährungsprobe für Soarian Clinicals.“

„Die Auslastung unserer Unfallchirurgie war so groß, dass die Unfallpatienten überall im UKE verstreut auf den Stationen untergebracht werden mussten“, ergänzt Dr. Peter Gocke, der damalige Leiter Informationstechnologie des UKE. „Und es gab in der Tat Ärzte aus der Unfallchirurgie, die sagten, ohne Soarian Clinicals hätten sie nicht mehr gewusst, wie sie ihre Patienten finden sollten.“

Kompetenz wächst zusammen

Aber nicht nur in der Notaufnahme hat sich Soarian Clinicals in Hamburg bewährt. Seit Oktober 2008 sind Soarian Clinicals und das Dokumentenmanagement- und Archivsystem Soarian Health Archive flächendeckend im UKE im Einsatz – als Basis des neuen integrierten Klinischen Arbeitsplatzsystems (KAS) für rund 4.000 Ärzte, Pflegekräfte, Case Manager und Controller.

„Die Schaffung eines einheitlichen, zentralen klinischen Arbeitsplatzsystems im Sinne einer elektronischen Patientenakte war eines der zentralen Anliegen im Rahmen unserer neuen ITStrategie“, sagt Dr. Peter Gocke. Die IT-Strategie wiederum ist ein wichtiger Teil des „Masterplans“, der nichts Geringeres verfolgt als die Wandlung des UKE in das modernste Klinikum Europas.

Mit einem Investitionsvolumen von knapp 340 Millionen Euro wurde das neue Klinikum gebaut und damit eine komplette Neuordnung des Krankenhauses und die Neugestaltung der administrativen, technischen und klinischen Prozesse des UKE realisiert, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein.

Von 2005 an erbaut und Anfang Februar 2009 bezogen, ist das Neue Klinikum die sichtbare Verkörperung des Masterplan-Mottos „Kompetenz wächst zusammen“. Mit seinen 16 Kliniken unter einem Dach vernetzt es weit stärker als bisher fachliche Kompetenzen.

Gebündeltes Wissen durch Synergien

So wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtert, Wissen gebündelt und Synergien erschlossen. Das wichtigste Werkzeug für diese Vernetzung der Kompetenzen ist das klinische Arbeitsplatzsystem mit Soarian Clinicals, das die zu einem Patienten vorhandenen administrativen und klinischen Daten zusammenführt.

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