eGovernment im Dialog

App-Wettbewerb: wertvoller Beitrag zur Verbesserung von eGovernment

| Redakteur: Manfred Klein

Wie soll es mit den Großprojekten – etwa mit dem nPA und De-Mail oder dem Open-Data-Portal – in diesem Jahr weitergehen?

Rogall-Grothe: Mit dem Prototypen von GovData können wir Erfahrungen sammeln, die uns dabei helfen werden, das Open-Data-Portal zu optimieren, etwa hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit und neuer Funktionalitäten. Aber auch die grundlegenden Fragen der Organisation und Finanzierung des Regelbetriebs werden zu klären sein.

Hauptziel ist es, das Angebot an hochwertigen, das heißt aktuellen und qualitativen Daten weiter auszubauen, neue Datenbereitsteller zu gewinnen und den Open-Data-Gedanken weiter zu verankern. Parallel dazu wollen wir die Verbreitung von De-Mail und eID-Funktion weiter vorantreiben, indem wir die Verwaltung und Wirtschaft auch weiterhin aktiv einbinden.

Ein Instrument dazu ist die eGovernment-Initiative für De-Mail und nPA, mit der wir gewonnenes Integrations-Know-how in die Verwaltung tragen und ausbauen. Wenn Behörden diese beiden Sicherheitsinfrastrukturen einsetzen, werden ihre Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger konkret erlebbar.

Das gilt natürlich genauso für Unternehmen, etwa wenn sie eine Gewerbean-, -ab- oder -ummeldung und eine Vielzahl von Anträgen bequem über das Internet erledigen können.

Darüber hinaus arbeiten wir mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und anderen Partnern daran, die Nutzerfreundlichkeit und die Verfügbarkeit der erforderlichen Hard- und Software für den Online-Ausweis weiter zu verbessern.

Mein mittelfristiges Ziel ist es, die Nutzung der eID-Funktion auf Smartphones mit Funkschnittstelle zu er-möglichen. Eines ist klar: Je mehr Behörden und Unternehmen De-Mail und die eID-Funktion nutzen, desto besser werden die Daten der Bürgerinnen und Bürger vor Cyberkriminalität geschützt!

Welche Rolle spielt hier der App-Wettbewerb der eGovernment Computing, dessen Schirmherrschaft Sie übernommen haben?

Rogall-Grothe: Zunächst einmal freue ich mich, dass die eGovernment-Computing diesen Wettbewerb durchführt und mir die Schirmherrschaft angeboten hat.

Der Wettbewerb richtete sich in erster Linie an die Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, die öffentliche Apps entwickelt haben. Mitmachen konnten aber auch App-Entwickler, die Apps mit einem Mehrwert für die Allgemeinheit entwickelt haben oder ein konkretes Umsetzungskonzept vorweisen können und Unterstützung für dessen Umsetzung benötigen. Die Sieger werden wir am 6. März auf der Cebit auszeichnen.

Zurzeit wertet die Jury die fast 50 Wettbewerbsbeiträge aus – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie gut das Thema öffentliche Apps von der Verwaltung angenommen wurde und welches Innovationspotenzial in mobilen Anwendungen steckt.

Die von mir initiierte Informationsplattform GovApps.de bündelt die Aktivitäten öffentlicher Stellen im Bereich Mobile-Government und stellt eine zentrale Anlaufstelle sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Anbieter von eGovernment-Diensten bereit. Diesen Weg wollen wir weitergehen, um so zu einer Verbesserung öffentlicher digitaler Dienstleistungen im mobilen Bereich beizutragen. Der App-Wettbewerb leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

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