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Koalitionsvertrag bremst IT-Großprojekt AOK stoppt elektronische Gesundheitskarte

| Redakteur: Manfred Klein

Die AOK Rheinland, die größte Krankenkasse in NRW, hat die Auslieferung der elektronischen Gesundheitskarte an ihre 2,6 Millionen Versicherten gestoppt. Bis zum Ende des Jahres sollten 20.000 Versicherte die elektronische Gesundheitskarte erhalten. Als Grund für den vorläufigen Stopp an der Teilnahme am Pilotprojekt zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nennt die AOK den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. In diesem ist von einer „Bestandsaufnahme“ die Rede, die vor einem weiteren Ausbau der Infrastruktur vorgenommen werden müsse.

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5 Millionen soll die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte die AOK Rheinland kosten. Ihr Vorsitzender Wilfried Jacobs will Investitionssicherheit
5 Millionen soll die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte die AOK Rheinland kosten. Ihr Vorsitzender Wilfried Jacobs will Investitionssicherheit
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, erklärte dazu gegenüber eGovernment Computing: „Wir als AOK Rheinland/Hamburg müssen jetzt wissen, was das Moratorium im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung bedeutet. Das Bundesgesundheitsministerium muss klären, ob der Start der elektronischen Gesundheitskarte gefährdet ist oder nicht. Wir haben die Auslieferung der ersten Karten für unsere Versicherten im November geplant. Dafür benötigen wir Klarheit in der Region Nordrhein.“

Laut Medienberichten ist der eigentliche Grund für den Stopp in technischen Problemen zu sehen. So soll das „Gültig bis“-Feld der Gesundheitskarte von den Kartenherstellern unterschiedlich interpretiert worden sein. Mit der Folge, dass das Gültigkeitskriterium der elektronischen Gesundheitskarte nicht korrekt ausgelesen werden kann.

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