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Wechsel an der Spitze des Deutschen EDV-Gerichtstages Anke Morsch ist neue Vorstandsvorsitzende

| Autor: Julia Mutzbauer

Mit der Premiere des ersten digitalen Deutschen EDV-Gerichtstages geht gleichzeitig ein Wechsel an der Spitze des gleichnamigen Vereins einher: Die Mitglieder-Versammlung des Deutschen EDV-Gerichtstages e.V. haben Anke Morsch, Präsidentin des Finanzgerichts des Saarlandes zu ihrer neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.

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Die neue Vorstandsvorsitzende des Deutschen EDV-Gerichtstages Anke Morsch mit ihrem Vorgänger Stephan Ory
Die neue Vorstandsvorsitzende des Deutschen EDV-Gerichtstages Anke Morsch mit ihrem Vorgänger Stephan Ory
(© Deutscher EDV-Gerichtstag e.V.)

Dem Verein zufolge war der Wechsel an der Vereinsspitze notwendig, weil sich der bisherige Vorsitzende, Stephan Ory, entschieden hatte, sein Amt nach sechs Jahren aus gesundheitlichen Gründen abzugeben. Stephan Ory hatte seine Nachfolgerin Anke Morsch selbst vorgeschlagen. Morsch ist dem EDV-Gerichtstag seit langer Zeit verbunden. Von 2012 - 2017 war sie als Staatssekretärin im Justizministerium des Saarlandes Gründungsmitglied des E-Justice-Rats, der die Grundlagen der Zusammenarbeit beim Einsatz der Informationstechnologie in der Justiz regelt. In dieser Zeit wurde unter anderem der Grundstein für die Entwicklung eines bundesweiten IT-Programms für Gerichte und Staatsanwaltschaften gelegt.

Anke Morsch dankte bei der Amtsübergabe „meinem Vorgänger Herrn Professor Ory, der diese Entwicklung als Impulsgeber, aber auch als ‚Kümmerer‘ im besten Sinne mit viel Engagement geleitet und begleitet hat. Als seine Nachfolgerin werde ich alles daransetzen, dass der EDV-Gerichtstag auch weiterhin seinen festen Platz im Reigen der Gerichtstage behält und seine erfolgreiche Arbeit fortsetzt.“

„Das waren spannende Zeiten mit vielen Änderungen im technischen und organisatorischen Rahmen des elektronischen Rechtsverkehrs aber auch mit ganz neuen Fragestellungen etwa im Prozessrecht und vielen materiellen Rechtsgebieten“, fasste Ory seine Amtszeit zusammen. In den Jahren seines Vorsitzes sei der jeweils im September stattfindende Kongress kontinuierlich von anfangs rund 600 Besuchern bis zur letzten Präsenzveranstaltung im Jahr 2019 auf rund 1.000 Teilnehmer angestiegen. Der virtuelle Kongress habe in diesem Jahr mit mehr als 1.000 Teilnehmern diesen Rekord noch überboten.

Als Herausforderungen für die Justiz erkennt Morsch die Digitalisierung und den Einsatz von KI-unterstützten Verfahren. Dem EDV-Gerichtstag, „gegründet von Professor Herberger und damit ein ,Kind‘ der juristischen Fakultät der Universität des Saarlandes“, komme dabei seit fast drei Jahrzehnten die Rolle des „Vordenkers“ zu.

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 Julia Mutzbauer

Julia Mutzbauer

Redaktion, eGovernment Computing