Digitalisierung in Stiftungen

Analoge Verwaltung Adé

| Autor: Ira Zahorsky

Die Deutschlandstiftung Integration verwaltet Stipendiaten, Alumni und Organisatoren jetzt digital.
Die Deutschlandstiftung Integration verwaltet Stipendiaten, Alumni und Organisatoren jetzt digital. (Bild: Deutschlandstiftung Integration)

Schwarze Bretter und Karteikarten sind in deutschen Stiftungen und Vereinen nach wie vor Realität. CRM-Systeme und HR-Tools, aus der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken, sind hier noch kaum angekommen.

Der digitale Wandel stellt Stiftungen sowie Vereine vor einige Herausforderungen – spätestens die DSGVO hat diese Hürden nochmal untermauert. Auch wenn viel über die Digitalisierung diskutiert wird, die Unsicherheit bleibt bestehen. Das Hamburger Startup Loxonet möchte gemeinsam mit der Deutschlandstiftung Integration zeigen, wie digi­tale Verwaltung und Social Networking im Stiftungswesen funktionieren können.

„Unsere größte Herausforderung ist das Zusammenbringen und das Verwalten unserer zahlreichen Stipendiaten, Alumni und der Organisatoren“, berichtet Mikolaj Ciechanowicz, Leiter der Geschäftsstelle der Deutschlandstiftung Integration, die es seit dem Jahr 2008 gibt. „Wir wussten einfach, dass wir mit der alten Verwaltungsmethode den Überblick und den Anschluss verlieren und haben uns intensiv mit dem Thema Digitalisierung befasst.“ Um eine einfache, digitale und DSGVO-konforme Verwaltung und Vernetzung zu ermöglichen, hat Loxonet mehr als 20 Applikationen mit unterschiedlichen Funktionen entwickelt, die sich jede Stiftung nach ihren ­Bedürfnissen beliebig zusammenstellen kann. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenspiel von automatisierten Verwaltungsprozessen und die Stärkung von Organisationen durch Kommunikation sowie flexible Partizipation. „Heute managen wir Mitglieder, Pressekontakte, Veranstaltungen, Dateien, Newsletter und vieles mehr in einem Intranet“, freut sich Ciechanowicz. „Die Zeit, die wir dadurch gewonnen haben, investieren wir heute in unsere inhaltliche Arbeit.“

„Die Zahlen der Studien zeigen, dass die Deutschen sich einbringen und engagieren möchten, der Alltag ihnen aber oft einen Strich durch die Rechnung macht“, meint Loxonet-Gründer Benedikt Weitz. Einfache Lösungen sollen das Engagement erleichtern. „Stiftungen und Vereine, die sich nicht digital engagieren, erreichen im 21. Jahrhundert ihre Mitglieder nicht mehr. Sie werden den demografischen Wandel nicht überstehen.“

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