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Digitales Zutrittsmanagement Ampel-Lösung soll Besucherströme regulieren

| Autor: Julia Mutzbauer

Ob in Behörden, Bahnhöfen, Museen oder Sportstätten – Wo viele Menschen zusammenkommen, sind strenge Hygienemaßnahmen derzeit unerlässlich. Digitale Lösungen wie die Zutrittsampel der Telekom sollen helfen, den Besucherstrom in öffentlichen Gebäuden zu regulieren.

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Besucherströme in öffentlichen Gebäuden müssen derzeit strikt reguliert werden – zum Beispiel mithilfe der Telekom-Zutrittslösung
Besucherströme in öffentlichen Gebäuden müssen derzeit strikt reguliert werden – zum Beispiel mithilfe der Telekom-Zutrittslösung
(© pixelprof, Telekom)

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sollen landesweit Reinigungsoffensiven und auffällige Hinweistafeln mit der AHA-Formel – Abstand, Hygiene, Alltagsmasken – für bestmöglichen Gesundheitsschutz sorgen. Doch Hygiene- und Abstandsregeln lassen sich nur dort einhalten, wo der Publikumsverkehr in verantwortungsvolle Bahnen gelenkt ist – mit einer den Räumlichkeiten angemessenen maximalen Personenzahl. Für die Kontrolle werden Mitarbeiter oder zusätzliches Security-Personal benötigt. Eine Aufgabe, die mit hohem Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist.

Als Alternative bietet die Deutsche Telekom ein digitales Zutrittsmanagementsystem an. Die Zutrittsampel soll auf einfache Weise den Besucherstrom regulieren. Die Lösung besteht aus zwei Säulen, die im Abstand von maximal fünf Metern rechts und links der Türe stehen. Diese sind durch eine Lichtschranke miteinander verbunden und benötigen lediglich Strom aus der Steckdose, erklärt die Telekom.

Die Ampel ist in die Säulen integriert. Betritt oder verlässt eine Person den Raum oder das Gebäude, zählt das System mit und das Signal wird kurz unterbrochen. Per Gateway sendet die Ampel die Werte in Echtzeit über das Mobilfunknetz an die Cloud of Things, die IoT-Plattform der Telekom. Ist die maximale Besucherzahl erreicht, springen die Leuchten in den Säulen auf Rot. Nachfolgende Personen wissen dann, dass sie warten müssen. Setzt sich jemand über den Stopp hinweg, ertönt ein akustisches Warnsignal. Auf Wunsch kann ein zusätzlicher Alarm auf dem Smartphone oder Tablet des zuständigen Mitarbeiters ausgelöst werden.

Alternativ zur Zugangsampel mit Lichtschranke bietet die Telekom auch eine Lösung an, die Personen mit einem über dem Eingang angebrachten Infrarot-Sensor erfasst: Hierbei zeigt ein nebenstehender Bildschirm im Ampel-Modus an, ob der Eintritt frei ist.

Zudem ist die Zutrittsampel laut Anbieter auch für Gebäude oder Räume mit einem oder mehreren Ein- und Ausgängen geeignet. Über ein Online-Portal kann der Anwender konfigurieren, wie viele Personen sich vor Ort aufhalten dürfen. Wer den Schutz für Besucher und Mitarbeiter erhöhen möchte, kann die Lösung um eine Komponente zur datenschutzkonformen Temperaturmessung ergänzen. „Das digitale Thermometer SmartXcan lässt sich flexibel im Eingangsbereich anbringen und mit elektronischen Eingangstüren koppeln. So erhalten nur Personen mit unbedenklicher Temperatur Einlass ins Gebäude“, erläutert der Hersteller.

Die Zutrittsampel soll zum einen dabei helfen, die aktuellen Richtlinien der neuen Normalität einzuhalten. Sie biete aber auch langfristig einen großen Vorteil fürs Gebäudemanagement, da sie für Transparenz hinsichtlich der Besucherströme sorge, indem Tageszeiten und Wochentage aufgeschlüsselt und visualisiert werden. Belastbare Zahlen könnten belegen, welche Wartebereiche am häufigsten frequentiert sind, wie viel Personal zu welcher Zeit nötig ist und wann etwa der beste Moment ist, um Sanitäranlagen zu reinigen. Die Einsatzmöglichkeiten ließen sich an den jeweiligen Bedarf der Einrichtung anpassen.

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 Julia Mutzbauer

Julia Mutzbauer

Redaktion, eGovernment Computing