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Redundante Lösungen werden bezahlbar

Allzeit bereit: Hochverfügbarkeit ist heute kein Luxus mehr

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Clustering von Anwendungen

Ein gängiger Weg ist das Clustern unternehmenswichtiger Anwendungen per Software. Dafür braucht man mindestens zwei Server. Sollte einer von ihnen ausfallen, übernimmt der andere per Failover den Betrieb. Diese Failover-Phase ist allerdings auch der Schwachpunkt von Clusterlösungen. Zwar ist bei modernen Cluster-Systemen der gesamte Vorgang automatisiert, aber dennoch sind Verzögerungen durch die Failover-Phase nicht komplett auszuschließen.

Erfahrungsgemäß können einige Minuten vergehen, bis alle Anwendungen wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Ein weiterer Punkt, der gegen Clustersysteme spricht, ist ihre Komplexität. Der Administrationsaufwand für ein Cluster ist deutlich höher als für einen Stand-alone-Server. Immerhin besteht ein Cluster ja aus zwei unabhängigen Servern mit jeweils eigenem Betriebssystem und eigenen Applikationen, die zu einem logischen Server zusammengeschlossen sind.

Die Hardwarekosten für einen Cluster sind zwar gering, denn es genügt, zwei Standard-Server einzusetzen. Die Lizenzkosten für die Cluster-Software und vor allem die höheren Verwaltungskosten fressen diesen Preisvorteil aber schnell wieder auf. Somit ist das Clustering gerade für kleine und mittlere Organisationen nicht die optimale Methode, die Verfügbarkeit der Server zu erhöhen.

Fehlertolerante Server: Doppelt genäht hält besser

Ähnlich wie bei einem Clustersystem sind auch fehlertolerante Server redundant ausgelegt. Allerdings wird die Redundanz hier nicht durch eine zweite Maschine, sondern durch komplett redundante Komponenten innerhalb einer Maschine erreicht. Anders als bei üblichen High-End-Serversystemen gibt es nicht nur doppelte Netzteile und ausfallsichere Datenspeicherung im RAID-Verbund. In einem fehlertoleranten Server sind wirklich alle Komponenten doppelt ausgelegt: Bis hin zu CPUs und Arbeitsspeicher sind sämtliche Funktionseinheiten doppelt vorhanden. Da immer beide Komponenten aktiv sind, kann der Betrieb bei einem Hardware-Defekt ohne Umschaltvorgang und damit ohne jede Unterbrechung auf der jeweiligen Partner-Komponente fortgesetzt werden. Der Anwender bemerkt von einer solchen Störung nichts, da der Server einfach weiterläuft. Auch der Administrator kann mit einem fehlertoleranten Server weiterarbeiten wie mit normaler Standardhardware, denn das Betriebssystem erkennt ihn wie einen einzigen Server. Dementsprechend entfallen auch Anpassungen an der eingesetzten Software, die Administration ist exakt die gleiche wie bei einem Standardserver.

Die Anschaffungskosten eines fehlertoleranten Servers sind natürlich etwas höher als bei diesem, durch die unkomplizierte Administration rechnet sich die Lösung über die Laufzeit dennoch. Anders als beim Cluster muss die Ausfallsicherheit nicht erst konfiguriert werden, sie ist schon im System eingebaut.

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