Redundante Lösungen werden bezahlbar

Allzeit bereit: Hochverfügbarkeit ist heute kein Luxus mehr

20.05.2008 | Autor / Redakteur: Ulrich Lenz / Gerald Viola

Stratus-Server sind komplett redundant ausgelegt, das schützt zu 99,999 Prozent vor ungeplanter Downtime
Stratus-Server sind komplett redundant ausgelegt, das schützt zu 99,999 Prozent vor ungeplanter Downtime

Spätestens seit Mitte der neunziger Jahre hängen praktisch jede Behörde und jedes Unternehmen auf Gedeih und Verderb am Tropf der IT. Es wünscht sich zwar niemand die alten Bürozeiten mit Laufmappe und Kugelkopf-Schreibmaschine zurück, aber die Abhängigkeit von der Technik bleibt dennoch kritisch. Fällt ein zentraler Server aus, sind ganze Abteilungen auf einen Schlag lahm gelegt. Unvermeidbare Schicksalsschläge sind das nicht: Hochverfügbare Systeme sind günstig wie noch nie. Zudem ist ihre Administration nicht aufwendiger als bei einem Standardserver.

Ob Mailserver, Fileserver, Produktionssoftware oder Dokumentenmanagementsysteme: Die Informationstechnologie ist in praktisch allen Betrieben allgegenwärtig. Nicht einmal der Hofladen eines Biobauern kommt ohne ein computergesteuertes Kassensystem aus. Diese Segnungen der modernen Technik haben allerdings auch einen entscheidenden Nachteil. Spätestens nach der flächendeckenden Umsetzung des Client-Server-Modells gibt es in jedem Unternehmen und jeder Verwaltung Single-Points-of-Failure. Streikt der Server, geht nichts mehr.

In Branchen wie der Automobilindustrie mit ihren zeitkritischen Just-In-Time-Lieferungen können selbst kurzfristige Ausfälle enorme Kosten verursachen. Aber auch die Gefahr für kleinere Verwaltungen wird allgemein unterschätzt. Sie sind noch gefährdeter als große Organisationen, weil hier die IT-Landschaft häufig nur aus einem, maximal zwei Servern besteht – und das sind dann die geradezu sprichwörtlichen Single-Points-of-Failure. Redundante Systeme muss man in diesem Umfeld mit der Lupe suchen; da es hier nur selten festangestellte Administratoren gibt, sind Ausfallszenarien und Notfallpläne übrigens auch fast nie vorhanden.

99,9 Prozent Verfügbarkeit ist zu wenig

Standard-Server auf x86-Hardware mit Windows oder Linux-Betriebssystem haben heute eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Das mag sich im ersten Augenblick gut anhören, eigentlich ist die Zuverlässigkeit aber eher gering. Eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent bedeutet, dass der Server in einem Jahr immerhin rund acht Stunden außerplanmäßig ausfällt. Für produktionskritische Anwendungen ist das eindeutig zu viel. Wer aufgrund der hohen Kosten weder in einen Großrechner, noch in die klassischen Unternehmenssysteme der Mittleren Datentechnik investieren kann, muss daher bei x86-Hardware bleiben. Hier gibt es verschiedene Methoden, mehr Ausfallsicherheit zu erreichen. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) ist eine Grundvoraussetzung, damit Spannungsschwankungen im Stromnetz die empfindlichen Server nicht beschädigen können. Zusätzlich muss aber noch die Verfügbarkeit der Server selbst erhöht werden.

 

Einsatzmöglichkeiten für fehlertolerante Systeme

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