Personalisierte Gesundheitsversorgung

Allheilmittel oder die Büchse der Pandora?

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Das Motto der „Astellas Innovation Debate 2015“ lautet: „i-Gene – was DNA- und Datenrevolutionen für unsere Gesundheit bedeuten“
Das Motto der „Astellas Innovation Debate 2015“ lautet: „i-Gene – was DNA- und Datenrevolutionen für unsere Gesundheit bedeuten“ (Bild: Astella)

Der Veranstalter und Moderator Jonathan Dimbleby wird am Donnerstag, 29. Januar ein Gremium international anerkannter Experten bei der „3. Astellas Innovation Debate“ in der Royal Institution of Great Britain leiten. Das Motto lautet: „i-Gene – was DNA- und Datenrevolutionen für unsere Gesundheit bedeuten“.

Mit einem Treffen von Wissenschaft und Technologie wird es bei der „Astellas Innovation Debate 2015 um die neuesten Errungenschaften in genetischer Medizin und intelligenten Technologien sowie deren Bedeutung für unsere Gesundheit gehen.

George Freeman, Abgeordneter im britischen Parlament und Minister für Biowissenschaften, wird in der Hauptrede auf die Ziele der britischen Regierung bei Entwicklung, Bewertung und Einführung neuer Medikamente, Geräte und Diagnosemethoden auf dem Weg zur personalisierten Gesundheitsversorgung des 21. Jahrhunderts eingehen.

Anschliessend wird Jonathan Dimbleby mit einem Gremium von Experten, darunter einige der grössten Namen aus Wissenschaft, Medizin, Recht und Politik, erörtern, ob Wissenschaft und Technologie eine echte personalisierte Gesundheitsversorgung bieten können, wann diese Realität wird und was sie kosten wird.

Zur Debatte stehen:

  • Die Möglichkeiten, die diese neuen genetischen Einblicke für unsere Gesundheit bieten
  • Die Verbesserungen, die individuelle Medikamente für Patienten bieten und ob sie für das Gesundheitswesen kosteneffizienter sind
  • Ob wir uns die vollständige Palette von Medikamenten leisten können, die für eine personalisierte Gesundheitsversorgung erforderlich sind
  • Die Schlussfolgerung für Fachkräfte im Gesundheitswesen: Werden Massen von Daten aus neuen Technologien Ärzte mit einer Flut besorgter Gesunder überschwemmen?
  • Wie lange wird es dauern, bis unsere zunehmend digitalisierten Gesundheitsdaten in die falschen Hände gelangen?
  • An welchem Punkt wird intelligente Gesundheitsversorgung zur aufdringlichen Überwachung?
  • Ziehen die Anstrengungen, die wir an diesen medizinischen Fronten unternehmen, Ressourcen von den wahren Krisen der modernen Gesundheitsversorgung ab – zum Beispiel Adipositas, Antibiotikaresistenz und neurodegenerative Erkrankungen?

Jonathan Dimbleby, der Vorsitzende der Astellas Innovation Debate 2015, erläuterte dazu: „Aktuell bieten uns die neuesten Durchbrüche in Wissenschaft und Technologie immer neue Lösungen für die medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Und nicht nur das – sie verändern auch unsere Einstellung zur Gesundheitsversorgung.

Moderne Medizintechnik: Das menschliche Genom in Stunden auslesbar

Das wachsende Feld personalisierter Medikamente ist dabei ein führendes Beispiel. Wissenschaftler haben heute die Möglichkeit, das gesamte menschliche Genom in Stunden auszulesen und so vielversprechende, massgeschneiderte Behandlungen auf Basis Ihrer individuellen DNA für Sie zu entwickeln. Auf diese Weise sollen neue Behandlungsmethoden gegen Krebs und Heilmittel für seltene genetische Erkrankungen geschaffen werden.

Gleichzeitig haben wir mit der Revolution der intelligenten Technologie stärker als je zuvor die Möglichkeit, unsere eigene Gesundheit zu überwachen. Und digitale Technologien versetzen einige Menschen – zum Beispiel Diabetespatienten – in die Lage, ihre eigene medikamentöse Behandlung zu verwalten.

Viele unbeantwortete Fragen

Diese Neuerungen sind ohne Frage sehr vielversprechend, aber sie werfen auch unbeantwortete Fragen auf. So wird ein Gremium weltweit führender Experten befragt, ob Wissenschaft und Technologie wirklich eine echte personalisierte Gesundheitsversorgung und Medizin bieten können. Wird sie für den Durchschnittspatienten Realität werden und kann unsere Gesellschaft sie sich wirklich leisten? Kurz: Ist personalisierte Gesundheitsversorgung ein Allheilmittel oder die Büchse der Pandora?“

Die Astellas Innovation Debate 2015 möchte mit anregenden Diskussionen herausfinden, ob man den Traum einer personalisierten Gesundheitsversorgung für alle realisieren kann.

Hochkarätige Wissenschaftler vor Ort

Beim diesjährigen Event in der Royal Institution of Great Britain am 29. Januar 2015 kommen einflussreiche und anerkannte Personen aus Wissenschaft, Medizin, Recht und Politik zusammen, um über die grössten Probleme rund um die wissenschaftliche Innovation heute und in Zukunft zu sprechen. Im Rahmen der Innovation Debate geht es darum, wichtige Fragen aufzudecken, positive Schlussfolgerungen zu ziehen und die Agenda nach vorne zu bringen.

Fachkräfte aus Wissenschaft, Medizin und Industrie, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit werden Gelegenheit haben, über Online-Medien an der Astellas Innovation Debate teilzunehmen, was die Diskussion weit über die Mauern der Royal Institution of Great Britain hinaus ausdehnen wird.

Nobelpreisträger ziehen eindeutige Schlussfolgerungen

In früheren Debatten ging es um Innovation in einer Zeit der Sparmassnahmen, die Ausbildung der Innovatoren der Zukunft und die Probleme einer alternden Gesellschaft. Teilnehmer wie die Nobelpreisträger Professor Sir Andre Geim und Dr Elizabeth Blackburn, Professor Brian Cox, Lord Robert Winston, Professor John Appleby und Professor Mariana Mazzucato haben einige der echten, wichtigen Herausforderungen für Wissenschaft und wissenschaftliche Entdeckungen behandelt, sich mit konkreten Problemen beschäftigt und eindeutige Schlussfolgerungen gezogen.

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