Objektverwaltung mit Near Field Communication (NFC)

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Die Chips sind für verschiedene Anwendungen, wie Bäume, Laternen oder Spielplätze, konzipiert. Für welchen Einsatz interessieren sich Verwaltungen vor allem?

Seitz: Aktuell steht der Einsatz unserer Lösung auf Spielplätzen im Fokus – für die Kommunen häufig aus versicherungsrelevanten Gründen. Eltern haften für ihre Kinder und Kommunen für ihre Spielplätze – im Laufe eines Jahres werden Spielplätze oft mehrmals, in Großstädten sogar wöchentlich, kontrolliert. Gleichzeitig steigt die Klagefreudigkeit der Nutzer; Kommunen sind also gezwungen, sich und ihre Mitarbeiter immer besser abzusichern.

Immer wenn ein Chip ausgelesen wird, hinterlässt der Kontrolleur eine digitale Signatur, dadurch ist möglich, auf die Sekunde genau nachzuweisen, wann der städtische Kontrolleur am Spielgerät war und welche Informationen er erfasst hat. Im Schadensfall lassen sich so detaillierte Inspektionsprotokolle vorlegen, die Inspektor und Kommune entlasten und ein vorschriftsmäßiges Kontrollwesen nachweisen.

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Gleichzeitig hilft unsere eMail-Reminderfunktion, in der Kontrollturnusse hinterlegt werden können, sodass keine Inspektion vergessen wird. Außerdem hoch im Kurs steht unsere Anwendung für Hundetoiletten und Mülleimer – hier melden Bürger volle Müll­eimer und Toiletten, und der Bauhof kann bedarfsgerecht leeren und spart sich Fahrten zu halbleeren Mülleimern.

Gleichzeitig muss sich der Bürger nicht mehr über überquellende Mülleimer ärgern und kann über seine Meldungen einen Beitrag zur Sauberkeit des öffentlichen Raumes leisten.

Sind weitere Einsatzbereiche geplant?

Seitz: Ja, aktuell bereiten wir den Einsatz in den Bereichen Ver- und Entsorgung vor. Das umfasst im Speziellen Kanäle, Hausanschlüsse, Gasschieber und (Feuerwehr-)Hydranten. Hier sind unsere Zielgruppe insbesondere Stadt- und Wasserwerke, die damit einfach die Kontrolle und den Erhalt ihrer weitläufigen Infrastruktur sicherstellen.

In ähnlicher Art und Weise testen wir auch gerade den Einsatz unseres Systems in den Bereichen Netzanbieter mit dem Schwerpunkt Stromnetze. Die Betreiber müssen hier auch eine umfassende Wartung und Kontrolle einer Vielzahl von Objekten sicherstellen. Als zusätzliches Schmankerl bieten wir eine Anwendung für die automatisierte Abrechnung von externen Dienstleistern an.

Wie oft müssen die Chips oder Aufkleber ausgetauscht werden?

Seitz: Bisher fast nie. Wir testen unsere Chips seit mehreren Jahren und hatten bis dato noch keine Ausfälle. Bei den Deckaufklebern, die wir mit dem Stadtlogo bedrucken, haben wir aber bereits eine gewisse Entwicklung durchlaufen. Der geplante Turnus ist, dass die Chips mindestens zehn Jahre am Objekt halten – Vandalismus ausgenommen.

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