Interview

Alles aus einer Hand

21.11.2008 | Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Klaus Schlie
Klaus Schlie

Ein zentraler Baustein der Strategie ist die Einbindung der Kommunen. Wie sieht die „verwaltungsübergreifende kooperative Strategie“ für die Kommunen in Schleswig-Holstein aus und welche Ziele verfolgt sie?

Schlie: Es ist klar, dass ein kleines Land wie Schleswig-Holstein sich im Wettbewerb besonders gut aufstellen muss. Zum Wettbewerb gehört gerade in der Zukunft eine gut ausgebaute IT-Infrastruktur. Wir fördern daher den Ausbau der Netzinfrastruktur im Land, um möglichst alle Gemeinden an das Breitbandnetz anzuschließen. Wir verabschieden ein eGovernment-Gesetz, um die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen zu verbessern und Absprachen zur Standardisierung und zur Sicherung der Interoperabilität bei der Erledigung von Landesaufgaben sicherzustellen. Wir wollen die Harmonisierung der IT-Infrastruktur mit Landesmitteln fördern: Dazu haben wir Gespräche mit den Kommunen aufgenommen. Unser Ziel ist es, auf der Basis des eGovernment-Gesetzes Zielvereinbarungen mit allen kommunalen Landesverbänden abzuschließen, um auf freiwilliger Basis unter anderem Standardisierung und elektronische Kommunikation flächendeckend zu ermöglichen.

Können Sie dieses Zusammenspiel am Beispiel des Projektes eGewerbe erläutern?

Schlie: Im Rahmen des Projekts eGewerbe wird ein elektronisches Verfahren rund um die Gewerbeanzeigen eingeführt. Das bedeutet, dass die Erfassung, Bearbeitung und Weiterleitung von An-, Um- und Abmeldungen online ermöglicht wird. Außerdem erhalten berechtigte Behörden die Möglichkeit zur elektronischen Recherche im Datenbestand. Das Projekt wird von den Kreisen Stormarn und Segeberg sowie den Städten Ahrensburg und Norderstedt und der Gemeinde Henstedt-Ulzburg getragen. Es ist Teil des Programms „eRegion Schleswig-Holstein PLUS“ des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr und wird von der Europäischen Union aus den innovativen Maßnahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Das Projekt ist im September 2008 mit den genannten Beteiligten in den pilotierten Echtbetrieb gegangen. Nach den entsprechenden vorbereitenden Arbeiten werden weitere Kreise, Gemeinden und Städte aus Schleswig-Holstein teilnehmen. Ich gehe davon aus, dass Teile der eGewerbe-Infrastruktur auch in die Umsetzung der DLR integriert werden.

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