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Umstellung in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen ALKIS ersetzt bisherige Liegenschaftskataster-Systeme

Autor: Ira Zahorsky

Im Liegenschaftskataster wird die geometrische Begrenzung des Eigentums an Grundstücken nachgewiesen. Die bisher getrennten Datenverarbeitungssysteme „Automatisierte Liegenschaftsbuch“ und „Automatisierte Liegenschaftskarte“ werden nun im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem zusammengefasst.

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Die bisher getrennten Liegenschaftskataster-Datenverarbeitungssysteme werden nun in einem zusammengefasst.
Die bisher getrennten Liegenschaftskataster-Datenverarbeitungssysteme werden nun in einem zusammengefasst.
(Bild: cpauschert_Fotolia.com)

Bisher gab es zwei getrennte Datenverarbeitungssysteme im Liegenschaftskataster: Das „Automatisierte Liegenschaftsbuch“ (ALB) enthielt die Eigentümerangaben und die „Automatisierte Liegenschaftskarte“ (ALK) die eigentliche Kartendarstellung. Diese Systeme werden nun im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem ALKIS kombiniert.

Vorteile

Neben der Zusammenführung der Daten in einem System, liegen die Vorteile von ALKIS insbesondere in der verbesserten Nutzbarkeit und Verfügbarkeit der Daten des Liegenschaftskatasters. So berücksichtigt ALKIS internationale Normen und Standards der IT-Branche und ermöglicht so auf einfache Weise, die Liegenschaftsdaten in Fachanwendungen und -systemen einzubinden. Damit können die amtlichen, flächendeckenden Geobasisdaten des Liegenschaftskatasters nachhaltig genutzt werden und als wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürger dienen.

Weitere Vorteile, die sich aus der Umstellung ergeben, sind:

  • Mit der Einführung von ALKIS wurde eine automationsgestützte tägliche Abgabe der Liegenschaftsdaten aus den kommunalen Katasterämtern an das Landesamt für innere Verwaltung umgesetzt. Damit stehen für landesweit tätige Kunden (z. B. die Finanz- und Grundbuchämter oder die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG)) an zentraler Stelle die Daten des Liegenschaftskatasters flächendeckend und hochaktuell für die Nutzung bereit. Das ist vor allem für die Planung und Durchführung von grenzüberschreitenden Infrastrukturvorhaben (Straßen, Leitungssysteme) bedeutsam.
  • Über das Geoportal des Landes kann nun jeder die Liegenschaftskarte von Mecklenburg-Vorpommern auf einfache Weise kostenfrei online einsehen.
  • Durch die Zusammenführung der Daten in einem System können bei der Bearbeitung des Liegenschaftskatasters Doppelarbeiten vermieden werden. Insgesamt kann daher nach einer gewissen Einarbeitungsphase mit einer Steigerung der Effizienz gerechnet werden.

Umsetzung in Mecklenburg-Vorpommern

Die konkreten Umstellungsarbeiten in den Kataster- und Vermessungsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern wurden im Oktober 2014 begonnen und im Wesentlichen bis Ende 2014 abgeschlossen. Seit Anfang 2015 wird das Liegenschaftskataster in Mecklenburg-Vorpommern mittels ALKIS geführt. Während des komplexen Prozesses der Zusammenführung der Daten des Liegenschaftskatasters für die landesweit mehr als 1,9 Millionen Flurstücke mussten die regulären Arbeiten in den Katasterämtern der kommunalen Behörden vorübergehend ruhen, um die Integrität der Daten abzusichern. Der sich daraus vorübergehend ergebende Bearbeitungsstau soll in den nächsten Monaten wieder abgebaut werden.

Auch alle anderen Bundesländer haben ALKIS eingeführt oder werden es im Laufe des Jahres 2015 einführen.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS