Suchen

Studien

Akzeptanzsteigerung für den neuen Personalausweis

Seite: 2/4

Firmen zum Thema

Lifetime Safe – elektronisches Schließfach

Doch auch andere arbeiten an der Einführung des elektronischen Personalausweises. So untersuchen Wissenschaftler der TU Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Isprat-Institut mögliche Einsatzkonzepte. Das Projekt will ebenfalls zur Akzeptanzsteigerung des elektronischen Personalausweises beitragen. Dazu wurde eine neuartige Anwendung des elektronischen Personalausweises spezifiziert und implementiert – der Lifetime eSafe.

Dieses elektronische Schließfach soll es dem Nutzer erlauben, persönliche Dokumente langfristig sicher und vertraulich abzulegen. Die sichere Authentisierung des Benutzers am eSafe wird durch den elektronischen Personalausweis ermöglicht. Parallel dazu soll in dem Projekt erforscht werden, wie die langfristige Sicherheit der eingesetzten Technologien erreicht werden kann.

Seit Beginn des Projekts, so die Verantwortlichen, seien bereits signifikante Ergebnisse und Erfolge erzielt worden. Die Forscher untersuchten zunächst vorhandener Applikationen wie die TUDCard, die Studierendenkarte der Hochschule und die Mitarbeiterkarte der TU, hinsichtlich der Übertragbarkeit der Anwendungsszenarien auf den elektronischen Personalausweis. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden in Form eines Konferenzbeitrags für die 9th European Conference on eGovernment angenommen und unter dem Titel „From student smartcard applications to the German electronic identity card“ Ende Juni auf der Konferenz an der University of Westminster in London vorgestellt.

Die Anforderungsanalyse und Spezifikation des Prototyps Lifetime eSafe wurden bereits vorher fertiggestellt. Hier wurde auch der Leistungsumfang des eSafe festgelegt. Außerdem untersuchten die Darmstädter die Skalierbarkeit der Lösung sowie den Aspekt der Vertraulichkeit.

Teile des Lifetime eSafe wurden danach zunächst als Demonstrator realisiert, der einen realitätsnahen Eindruck des zu implementierenden Systems vermitteln soll. Er zeigt die Authentisierung des Nutzers mithilfe des elektronischen Personalausweises (Registrierung des Nutzers und Anmeldung bei wiederholter Nutzung) sowie die Verwaltung persönlicher Dokumente im eSafe. Diese können im eSafe umbenannt, gelöscht oder auf die lokale Plattform heruntergeladen werden.

Nützliche Zusatzfunktionen

Während die Darmstädter Forscher technische Grundlagen für mögliche Zusatzfunktionen des neuen elektronischen Personalausweises erarbeiten, untersuchen Verwaltungswissenschaftler des Lorenz-von-Stein-Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel damit zusammenhängende rechtliche Fragen. Die Resultate der beiden Forschungsgruppen fließen in der Isprat-Studie „Innovative Personalausweisanwendungen“ zusammen. Sie soll eine erste Hilfestellung für Behörden bieten, die mit den klassischen Ausweisfunktionen befasst sind, für Träger der Öffentlichen Verwaltung sowie für Unternehmen, die den elektronischen Identitätsnachweis künftig als Diensteanbieter etwa zur Verbesserung und Erleichterung ihrer eGovernment- und eCommerce-Angebote nutzen wollen. Professor Dr. Utz Schliesky und seine Mitarbeiter nahmen dazu eine systematische Erläuterung des neuen Personalausweisgesetzes vor.

Nächste Seite: Isprat-Studie untersucht rechtliche Rahmenbedingungen

(ID:2041945)