Studien

Akzeptanzsteigerung für den neuen Personalausweis

10.12.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Welche Rahmenbedingungen verhelfen dem ePa zum Erfolg? Darüber zerbricht sich nicht nur das BMI den Kopf.
Welche Rahmenbedingungen verhelfen dem ePa zum Erfolg? Darüber zerbricht sich nicht nur das BMI den Kopf.

Der elektronische Personalausweis (ePA) wird derzeit umfassend getestet, um mögliche Einsatzoptionen, aber auch die Sicherheit des digitalen Identitätsnachweises zu erforschen. Behörden, Trägern der Öffentlichen Verwaltung und Unternehmen soll so eine erste Hilfestellung im Umgang mit dem neuen Identitätsdokument geboten werden.

Seit 1. Oktober testet das Bundesinnenministerium (BMI) den elektronischen Personalausweis, der im kommenden Jahr eingeführt werden soll. Sinn des umfangreichen Anwendungstests: Öffentliche Verwaltungen, Wirtschaftsunternehmen und Institutionen sollen sich frühzeitig mit den Komponenten des neuen elektronischen Personalausweises, insbesondere mit dem gegenseitigen elektronischen Identitätsnachweis, vertraut machen können.

Diese Testphase wird sich bis zum 30. Oktober 2010 erstrecken. Dazu konnten sich seit Ende 2008 Firmen, Institutionen und Behörden registrieren. Inzwischen haben sich für den Feldversuch knapp 100 Unternehmen und Verwaltungen angemeldet. Im Juni wurden nun 30 der Interessenten für den zentral koordinierten Teil dieses Tests ausgewählt, in dem Services und Anwendungen in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern entwickelt werden.

Auch alle anderen Interessenten sind eingeladen, in einem offenen Anwendungstest ab 1. Februar 2010 Erfahrungen und Know-how für den künftigen Einsatz des elektronischen Personalausweises (ePA) zu sammeln.

Ziele des Anwendungstests

Mit den Tests soll erstmals die Anwendung des elektronischen Identitätsnachweises für den Zugang zu eBusiness- und eGovernment-Diensten im Internet sowie an Automaten und Offline-Systemen vorbereitet, überprüft und ausgewertet werden. Ziel ist es, so das Bundesinnenministerium, „eine valide Anzahl attraktiver Einsatzmöglichkeiten für den elektronischen Personalausweis zu schaffen und diese anschließend den Bürgern ab November 2010 für die praktische Nutzung zur Verfügung zu stellen“.

In den Anwendungstests soll besonderes Augenmerk auf die Praxistauglichkeit, Handhabbarkeit und Akzeptanz des elektronischen Identitätsnachweises des künftigen Personalausweises gelegt werden. Die Anwendungsversuche soll den Teilnehmern die Gelegenheit bieten, frühzeitig bei der Einführung mitzuwirken, kompetente Unterstützung bei der Vorbereitung ihrer Anwendungen und Anpassung der Systeme zu erhalten sowie bald möglichst eine Lösung nach dem Stand der Technik zur sicheren Identifizierung für ihre Kunden oder Mitarbeiter umsetzen zu können.

Alexander Schmid von BearingPoint und Leiter des Kompetenzzentrums Elektronischer Personalausweis, bestätigt: „Der elektronische Personalausweis unterstützt vollkommen neue Geschäftsprozesse für die Wirtschaft und die Öffentliche Verwaltung, die eine sichere elektronische Identität erfordern. Hier bieten sich Unternehmen und Behörden erhebliche Potenziale, die elektronische Kommunikation mit ihren Kunden sicherer und einfacher zu machen und darüber ihre Kunden weiter an sich und die eigenen Dienstleistungen zu binden und letztlich auch die Prozesskosten zu senken. Alle Unternehmen und Behörden in Deutschland sind gefordert, diese Möglichkeiten für sich und ihre Geschäftsziele zu evaluieren. Das Kompetenzzentrum bietet dafür mit dem offenen Anwendungstest einen sehr guten Einstieg.“

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