eGovernment Summit 2013

Akteure vernetzen – neue Ansätze herausarbeiten

| Redakteur: Manfred Klein

Der eGovernment Summit 2013 der Vogel IT-Akademie steht unter dem Motto „Vernetzen – Partizipieren – Gestalten“.
Der eGovernment Summit 2013 der Vogel IT-Akademie steht unter dem Motto „Vernetzen – Partizipieren – Gestalten“. (Bild: © Julien Eichinger - Fotolia)

Die bessere Zusammenarbeit der Verwaltungsebenen, etwa durch das eGovernment-Gesetz, die Einbindung der Bürger in politische Entscheidungsprozesse, etwa durch Open Government, und die Schaffung tragfähiger Geschäftsmodelle für die Wirtschaft, etwa durch Open Government Data, werden eGovernment in den kommenden Monaten bestimmen.

Der diesjährige eGovernment Summit der Vogel IT-Akademie steht unter dem Motto: „Vernetzen – Partizipieren – Gestalten“. Kay Uwe Claussen, Director Line of Business Government bei Citrix Deutschland, erklärt im Interview mit eGovernment Computing, wie sich die Herausforderungen im Bereich eGovernment meistern lassen.

Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Konstellation „Vernetzen – Partizipieren – Gestalten“ für Politik und Öffentliche Verwaltungen?

Claussen: Zugänge zu Daten und Anwendungen müssen flexibel, offen und sicher gestaltet werden, um sowohl die Bearbeitung zu vereinfachen als auch neue Möglichkeiten des Austausches und der Dateneinsicht zu eröffnen. Gerade der Trend zum Mobile Computing macht es notwendig, vielfältige Kommunikationswege und Zugriffsmodelle zu berücksichtigen. Eine große Herausforderung ist dabei, dass die Schere zwischen Sicherheit und Öffentlichkeit immer weiter auseinandergeht und die gesetzlichen Rahmenbedingungen den technischen Möglichkeiten hinterherhinken.

Wie lassen sich die Herausforderungen am besten meistern?

Claussen: Durch konzertierte Aktionen und den Mut, auch neue Wege zu gehen. Open Government Data stellt einen grundlegenden kulturellen Wandel für die Öffentliche Verwaltung dar, der auch ein organisatorisches Umdenken erfordert. Aus technologischer Sicht kommt es vor allem darauf an, neue Anwendungen schneller bereitzustellen, durchgängig sicheren Austausch von Daten zu ermöglichen und einfachere Collaboration-Lösungen zu etablieren. Nur so lässt sich das Potenzial von eGovernment-Initiativen für Bürger und Behörden wirklich ausschöpfen.

Stichwort „eGovernment-Gesetz“. Das Gesetz soll ein weiterer Baustein zu einer ebenenübergreifenden eGovernment-Strategie in Deutschland sein. Doch Behörden aller Verwaltungsebenen befürchten Probleme bei der Umsetzung. Was muss getan werden, um den Erfolg des Projektes zu sichern und welche Rolle kann der eGovernment Summit dabei spielen?

Claussen: Voraussetzungen für die übergreifende Zusammenarbeit sind der konsequente Austausch zwischen den beteiligten Akteuren und die Definition von Standardfunktionen. Um Spielraum für Innovationen zu gewinnen, müssen zudem viele Prozesse – zum Beispiel bei Betrieb und Bereitstellung von IT-Ressourcen – noch effizienter werden. Anders ist die Umsetzung der eGovernment-Strategie mit dem vorhandenen Fachpersonal in vielen Organisationen nicht zu stemmen. Der eGovernment Summit kann dazu beitragen, die Akteure zu vernetzen und neue Ansätze und Themenschwerpunkte für die Umsetzung herauszuarbeiten.

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