Anforderungen an elektronische Patientenakten

Ärztlicher Beirat fordert mehr Interoperabilität

| Autor: Manfred Klein

Bei der elektronischen Patietenakte gibt es nach Ansicht des „Ärztlichen Beirats Telematik NRW“ noch Problme bei der Kassenanbindung und der allgemeinen Inter-operabilität
Bei der elektronischen Patietenakte gibt es nach Ansicht des „Ärztlichen Beirats Telematik NRW“ noch Problme bei der Kassenanbindung und der allgemeinen Inter-operabilität (© momius – stock.adobe.com)

Die elektronische Patientenakte (EPA) muss nach Ansicht des Ärztlichen Beirats Telematik NRW strukturierte, durchsuchbare und ausschließlich ärztlich validierte Daten enthalten. Das Gremium der beiden Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen, das den Aufbau der Telematik-Infrastruktur für das Gesundheitswesen aus ärztlicher Perspektive begleitet, sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, eine elektronische Patientenakte einzuführen.

Der Ärztliche Beirat Telematik begrüßte in seiner Sitzung, dass zahlreiche Kassen ihren Patienten bereits sogenannte elektronische Gesundheitsakten (EGA) anbieten, mittels derer diese ihre eigenen medizinischen Daten verwalten können. Zumeist können so Dokumente oder Abrechnungsdaten gesammelt und verwaltet werden. Positiv sei auch, dass der Patient persönliche Daten beliebig verwenden und speichern, löschen oder erweitern könne.

Als problematisch bewertete der Beirat jedoch, dass die Akten nicht strukturiert zur Verfügung gestellt würden und zusätzlich noch die Option bestehe, dass Patienten ungefiltert Daten in die Akte einbringen können. Zudem müsse angesichts der Vielzahl der Aktensysteme eine Interoperabilität gewährleistet sein. Der Ärztliche Beirat weist auch darauf hin, dass es bei derzeitigen EGAs der Krankenkassen zu teilweise über Monate verzögerten Eintragungen komme, Abrechnungsdaten und Behandlungsdaten sich deutlich unterscheiden und der Patient dadurch sehr wenig über seinen aktuellen Gesundheitszustand erfahre.

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