Keine Garantie von Datensicherheit – exorbitant hohe Kosten

Ärztekammer Österreich gegen elektronische Gesundheitsakte ELGA

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Steinhart appelliert daher an die Politik, allen voran an den Gesundheitsminister, dem „Spuk um ELGA“ möglichst rasch ein Ende zu bereiten. Es sei keine Schande, im Laufe eines Projekts zu erkennen, dass es nicht realisierbar und ohne Nutzen sei. „Wider besseren Wissens und entgegen den Ratschlägen von Experten daran festzuhalten, ist jedoch grob fahrlässig und den Menschen in Österreich gegenüber unverantwortlich“, betont Steinhart.

Das soll die ELGA eigentlich bringen

Die ELGA GmbH zu ihrem Projekt: „Durch die Errichtung der elektronischen Gesundheitsakte fallen bestehende Systemgrenzen: zwischen Akutversorgung und Nachsorge, zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten, Ambulatorien und Apotheken. ELGA stellt die Verbindung zwischen all diesen Systemen her, denn die Gesundheitsdaten werden im Rahmen einer durchgehenden Informationskette durch ELGA zur Verfügung gestellt.

So wird die Kooperation der Gesundheitsorganisationen gestärkt und unterstützt, denn die Akteure können sich mit ELGA sicher und zeit- und ortsunabhängig verbinden: untereinander und mit ihren Patienten und Patientinnen. Für diese bedeutet ELGA die Stärkung ihrer Rechte, indem sie über das ELGA-Portal Zugriff auf ihre eigenen Gesundheitsdaten haben.“

In der ELGA sollen alle Dokumente und Befunde gespeichert werden, sofern sie für die Behandlung und Betreuung des Patienten erforderlich seien – Labor- und Radiologiebefunde, Entlassungsbriefe sowie Medikationsdaten. Die Daten müssten aktuell und relevant sein, daher würden sie nach festgelegten Fristen (sechs Monate oder drei Jahre) gelöscht, wobei eine Verlängerung möglich sei.

Zudem sollen Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten gespeichert werden. Die Teilnahme an ELGA solle grundsätzlich für alle Patienten in Österreich gelten. Der Patient könne aber jederzeit der Speicherung der Daten widersprechen.

(ID:2053310)