Digitale Flüchtlingshilfe

Ärzte konsultieren Dolmetscher per Video

| Autor: Ira Zahorsky

Ärzte können Dolmetscher per Video zu Behandlungen von Flüchtlingen dazuholen
Ärzte können Dolmetscher per Video zu Behandlungen von Flüchtlingen dazuholen (Bild: contrastwerkstatt_Fotolia.com)

Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen stellt das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. Eine ganz praktische: die Sprachbarriere. Das Pilotprojekt „Flüchtlinge verstehen“ will mit Dolmetschern per Video Abhilfe schaffen.

Wenn Arzt und Patient nicht die gleiche Sprache sprechen, ist eine erfolgreiche Behandlung erschwert oder gar unmöglich. Dolmetscher sind schwer zu organisieren.

Das Pilotprojekt „Flüchtlinge verstehen“ bietet Ärzten eine einfache Möglichkeit, Dolmetscher beim Behandlungsgespräch hinzuziehen – per Videokonferenz über das Internet. Umgesetzt wird das Projekt von der Plattform arztkonsultation.de.

„Der Einsatz von Video-Dolmetschern ist zum einen eine ganz pragmatische Lösung für eine konkrete Herausforderung in der aktuellen Situation. Zum anderen erkennt man hier, wie Technologien grundsätzlich dazu beitragen können, die Versorgung zu verbessern“, so Uwe Schwenk, Programmdirektor bei der Bertelsmann Stiftung. Generell sei Video eine gute Ergänzung zum bestehenden Arzt-Patienten-Kontakt. Das habe auch eine Analyse der Stiftung gezeigt.

Kostenfreie Registrierung

Im Rahmen des Pilotprojekts können sich niedergelassene Ärzte kostenfrei für den Service registrieren und über einen Webbrowser Dolmetscher in verschiedenen Sprachen, unter anderem Arabisch und Englisch, hinzuschalten. Die Bertelsmann Stiftung evaluiert derzeit die Akzeptanz und die wahrgenommene Wirksamkeit bei Ärzten, Dolmetschern und Patienten. Ziel ist es, Empfehlungen für den weiteren Einsatz abzuleiten.

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