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Ärzte drohen mit Boykott der Gesundheitskarte

11.05.2007 | Redakteur: Gerald Viola

Laut Heise haben sich in einer gemeinsamen Erklärung alle wichtigen Ärzteorganisationen im Vorfeld des Deutschen Ärztetages kritisch zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

Laut Heise haben sich in einer gemeinsamen Erklärung alle wichtigen Ärzteorganisationen im Vorfeld des Deutschen Ärztetages kritisch zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte geäußert. Der Berufsverband Deutscher Internisten, die Bundesärztekammer, der Deutsche Hausärzteverband, die Gemeinschaft der Fachärztlichen Berufsverbände, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, der Marburger Bund, Hartmannbund und NAV-Virchow-Bund drohen mit dem Ausstieg der Ärzte aus dem Projekt, wenn den Ärzten nicht die gesamten Kosten für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vergütet werden. Außerdem fordern die Verbände laut Heise von der Projektgesellschaft Gematik, „eine umfassende, gleichwohl für technische Laien verständliche Gesamtbeschreibung der bis jetzt konzipierten technischen Lösungen und besonders der Sicherheitskonzepte zu erstellen“. eGovernment Computing hatte schon in ihrer Februarausgabe berichtet, dass der Virchow-Bund alle niedergelassenen Ärzte in bestehenden und zukünftigen Testregionen dazu aufgefordert hatte, den Einführungstest der elektronischen Gesundheitskarte zu boykottieren. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte damals auf Anfrage von eGovernment Computing: „Die Forderung ist unüberlegt und rückwärtsgewandt. Die Aufforderung des Virchow-Bundes kann stören, kann Entwicklungen verzögern, kann in der Öffentlichkeit für Verwirrung sorgen, die Karte aufhalten kann sie jedoch nicht.“ Nun bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten.

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