Kosten- und Betriebsvorteile im Rechenzentrum

Acht Schritte zur erfolgreichen Server-Konsolidierung

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Phase 7 – Migration der Workloads

Nachdem der Konsolidierungsplan entwickelt und getestet worden ist, kann die Produktiv-Arbeitslast mithilfe der Workload-Migrationslösung per Streaming auf eine beliebige physische oder virtuelle Plattform übertragen werden.

Hierbei sollte eine Lösung gewählt werden, die verschiedene Plattformen unterstützt und ein breiteres Funktionsspektrum bietet als nur P2V (physical-to-virtual)-Workload-Migrationen. Eventuell müssen Arbeitslasten später wieder aus den virtuellen Infrastrukturen herausgenommen werden, wenn sich ihr Ressourcenbedarf erhöht (virtuell-zu-physisches Scale-Out) oder müssen „devirtualisiert“ werden, um die Einhaltung von Vereinbarungen für den Applikationssupport zu gewährleisten. Die Flexibilität zum Verschieben und Neuabgleichen von Workloads in alle Richtungen zwischen physischen und virtuellen Hosts – physisch zu virtuell, virtuell zu physisch, physisch zu physisch – in und aus verschiedenen Imaging-Formaten ermöglicht es Behörden, diese Herausforderungen besser zu meistern.

Phase 8 – Optimierung der Workloads

Im letzten Schritt werden die Server konsolidiert und oft auch Blade-Server eingesetzt, um den Platzbedarf im Rechenzentrum – Stellfläche und Platz in Serverschränken – sowie den Bedarf an Betriebsspannung und Kühlung zu verringern, was auch den Beitrag zu den CO2-Emissionen verringert. Im Sinne des traditionellen projektorientierten Verständnisses von Konsolidierung wäre die Konsolidierung damit abgeschlossen.

Doch zum Zurücklehnen ist es zu früh: In der Realität ist die Arbeitslast-Optimierung eine strategisch langfristige Aufgabe. Die Workloads und die Ressourcen-Auslastung verändern sich mit der Zeit, was ihre stetige Überwachung erforderlich macht. So kann etwa ein neuer Bürger-Service, der online geht, die Ressourcen-Belastung in der gesamten Serverumgebung verändern und die Antwortzeiten beeinträchtigen.

Dynamische Server-Konsolidierung

Um ein Gleichgewicht zwischen verfügbaren Ressourcen und geforderter Arbeitslast zu schaffen, müssen IT-Verantwortliche die Arbeitslasten über die Zeit messen und die Balance durch Verschieben von Workloads zwischen physischen und virtuellen Hosts ständig korrigieren. Darüber hinaus sollten auch Behörden die Größe der einer bestimmten Arbeitslast zugeordneten Ressourcen ständig anpassen, um dem wechselnden Ressourcenbedarf Rechnung zu tragen. Das Konzept der kontinuierlichen Konsolidierung und Neukonsolidierung von Workloads in diejenigen physischen oder virtuellen Umgebungen, in denen sie am besten ausgeführt werden, nennt man dynamische Serverkonsolidierung.

Die Tatsache, dass Rechenzentren mithilfe von Arbeitslast-Konsolidierungstechnologien Workloads per Streaming problemlos in alle Richtungen verschieben können, hat die dynamische Server-Konsolidierung und die laufende Optimierung zu einer praktikablen, langfristigen Strategie gemacht. Durch proaktive Überwachung, Neuabgleich und die Verschiebung von Workloads zwischen physischen und virtuellen Infrastrukturen können alle Service-Leistungen auf gleichem Niveau und ohne Unterbrechung oder Beeinträchtigung weitergeführt werden. Zusammengenommen erlauben Arbeitslast-Profilierung, Planung und dynamische Arbeitslast-Verlagerungstechnologien die Automatisierung der Kapazitätsplanung und Konsolidierung, was den gesamten Prozess weniger aufwändig und gleichzeitig dynamischer macht.

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