Kosten- und Betriebsvorteile im Rechenzentrum

Acht Schritte zur erfolgreichen Server-Konsolidierung

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Phase 4 – Erkennen der zu konsolidierenden Server

Ausgehend von einem detaillierten Profil der Workloads und einer Analyse der Echtzeit-Nutzungsdaten lassen sich in diesem Schritt Entscheidungen über die zu konsolidierenden Workloads treffen. Anhand der Server-Nutzungsdaten erstellen Sie sich einen Hardware-Auslastungsbericht, der Diskrepanzen zwischen Arbeitsbelastungen und verfügbaren Ressourcen, also unzureichend oder übermäßig belastete Server, aufzeigt. Mithilfe dieses Berichtes lässt sich feststellen, welche Workloads auf einem einzelnen physischen Host in der virtualisierten Umgebung kombiniert werden können.

Phase 5 – Der Konsolidierungsplan

Jetzt kann der Konsolidierungsplan erstellt werden. Es stehen Softwarelösungen bereit, die hoch entwickelte Szenario-Modellierungs-, Forecasting- und Planungsfähigkeiten für Konsolidierungsprojekte bieten. Diese Lösungen erleichtern und beschleunigen das Erstellen von Szenarien für die Verteilung von Workloads auf mehrere physische Server und virtuelle Hosts, um die Auslastung zu maximieren und die Überlastung von Ressourcen zu minimieren. Diese Lösungen sollten eine What-if-Simulation umfassen, sodass man verschiedene Kombinationen von Hardware und virtuellen Hosts bestimmen und anhand von vorhergesagten Werten für Workload und Auslastung proaktiv ein künftiges Wachstum mit einplanen kann. Während der Planungsphase ist es ratsam, „Scale-Up“- und „Scale-Out“-Szenarien zu erstellen, um ausreichend Kapazität für aktuelle und zukünftige Anforderungen zu sichern, ohne in der konsolidierten Systemumgebung unnötig viel Ressourcen vorzusehen – ein häufig auftretendes und kostspieliges Problem.

Phase 6 – Testen des Konsolidierungsplans

Die mit einem Konsolidierungsprojekt verbundenen Risiken lassen sich erheblich reduzieren, wenn Sie die Workloads per Streaming auf virtuellen Hosts zunächst testen, bevor Sie die eigentliche Produktivumgebung erstellen. Gründliche Tests bieten den Applikationsverantwortlichen und den Endanwendern eine hohe Sicherheit, dass ihre Dienste in einer virtualisierten Umgebung einwandfrei funktionieren. Tests sind auch wichtig, um geschäftspolitische Bedenken zu überwinden und das Engagement aller Beteiligten sicherzustellen. Hierbei ist eine Lösung zur Migration der Workloads erste Wahl, mit der man eine laufende Applikation wahlweise auf eine physische oder eine virtuelle Maschine übertragen, die Workloads testen und dann einen reibungslosen Übergang zum neuen Workload bewirken kann, ohne dass es in der Produktiv-Applikation zu einer Unterbrechung kommt.

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