Kosten- und Betriebsvorteile im Rechenzentrum

Acht Schritte zur erfolgreichen Server-Konsolidierung

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Phase 2 – Erfassung der Nutzungsdaten

Im täglichen IT-Betrieb fallen viele verschiedene Workloads mit jeweils eigenen Anforderungen an Ressourcen und Verfügbarkeit an, doch diese können sich im Laufe der Zeit auch verändern. Diese Veränderungen können zyklisch, saisonal bedingt oder völlig zufällig auftreten. So können beispielsweise Applikationen für Fachverfahren die Server-Ressourcen zu bestimmten Zeiten stark belasten, oder es kann zu unvorhersehbaren Verkehrsspitzen auf einem Webserver kommen.

Durch die Aufzeichnung der Server-Workloads über einen Zeitraum von mehreren Tagen, Wochen oder Monaten hinweg lässt sich ein genaues Auslastungsprofil erstellen, das ein klares Bild der Trends bei der Serverauslastung liefert. Das Auslastungsprofil enthält den Namen und den Bestand eines Servers (Applikationen und Dienste) sowie den aktuellen Ressourcenbedarf auf der Basis realer Leistungsdaten.

Das Profil kann auch Angaben zum Workload enthalten, etwa Verwendungszweck, Abteilungsverantwortlicher, Bedeutung für die behördlichen Abläufe, die geforderte Wiederherstellungszeit (Recovery Time Objective, RTO) und den geforderten Wiederherstellungsgrad (Recovery Point Objective, RPO).

Die Nutzungsdaten sollten über einen betrieblich relevanten Zeitraum erfasst werden, etwa am Ende eines Quartals, um sicherzustellen, dass alle Höhen und Tiefen des Workload-/Ressourcen-Auslastungszyklus erfasst werden.

Phase 3 – Analyse der Workloads

Das Auslastungsprofil, das quantitative Bestands- und Nutzungsdaten enthält, liefert ein bedeutend besseres Verständnis der Workloads und erlaubt es, besser informierte und fundierte Konsolidierungsentscheidungen zu treffen. In Verbindung mit Analyse- und Forecasting-Funktionen liefert das Auslastungsprofil gute Einblicke in den IT-Betrieb und ermöglicht IT-Verantwortlichen eine effektive Planung kurzfristiger und zukünftiger Konsolidierungsmaßnahmen.

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