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eGovernment-Ratgeber-Serie (Teil 7, IT-Partner in der Privatwirtschaft) Acht Lösungsansätze für IT-Probleme in der Öffentlichen Verwaltung (7/8)

| Autor / Redakteur: Frank Zielke / Gerald Viola

Manchmal sind es nur Missverständnisse: Die Fachabteilung in der Öffentlichen Verwaltung spricht eine „andere Sprache“. Die IT-Abteilung „versteht nur Bahnhof“ – und umgekehrt. Manchmal passen Strukturen nicht zusammen, um erfolgreich eGovernment umzusetzen. Frank Zielke, Vorstand der ITSM Consulting AG, hat für eGovernment Computing acht nahezu alltägliche IT-Probleme ermittelt und zeigt Lösungsansätze auf.

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Problem: beidseitige Kommunikationsschwäche
Problem: beidseitige Kommunikationsschwäche
( Archiv: Vogel Business Media )

In der heutigen Ratgeberfolge geht es um „Das Zusammenspiel mit den IT-Partnern aus der Privatwirtschaft funktioniert nicht optimal“.

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Problemstellung: In der Öffentlichen Verwaltung herrschen teilweise andere Anforderungen als in Unternehmen. Dies ist von den IT-Lieferanten noch längst nicht ausreichend verstanden worden, weshalb es in der Praxis regelmäßig zu Verständnisproblemen kommt. Sie reichen bis in die Interpretation der vertraglichen Regelungen hinein und können Fehlinvestitionen der Behörden zur Folge haben.

Lösungsansätze: Das Verhältnis zwischen den behördlichen Auftraggebern und privatwirtschaftlichen IT-Anbietern ist schon deshalb schwierig, weil beide Seiten in sehr verschiedenen Kulturen leben. Auf der Seite der Öffentlichen Verwaltung sind es recht formale Bedingungen, die das Handeln und Entscheiden bestimmen, seitens der Unternehmen stehen betriebswirtschaftlich begründete kommerzielle Interessen im Vordergrund. Dies erzeugt zwangsläufig einen Gegensatz, der in der Praxis durch die Spezifika des Vergaberechts zusätzlich an Brisanz gewinnen kann.

Denn wenn Behörden beispielsweise auf neue Software umstellen, stärker in die Online-Kommunikation einsteigen oder ihre Prozesse optimieren wollen, steht ihnen meist ein Mammutprogramm bevor. Schließlich müssen sich die Beschaffungsstellen dafür durch ein kompliziertes Geflecht an Verordnungen wühlen, um eine rechtlich sichere Vergabe zu initiieren.

Für die IT-Anbieter sieht die Situation nicht anders aus. Zudem müssen sie eine Menge Stehvermögen aufweisen, weil die Auftragsvergabe durch die Öffentliche Verwaltung meist deutlich länger als in der freien Wirtschaft und selbst bei großem und kurzfristigem Bedarf nie schnell erfolgt.

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