eGovernment-Ratgeber-Serie (Teil 3, Zentrale IT-Steuerung) Acht Lösungsansätze für IT-Probleme in der Öffentlichen Verwaltung (3/8)

Autor / Redakteur: Frank Zielke / Gerald Viola

Manchmal sind es nur Missverständnisse: Die Fachabteilung in der Öffentlichen Verwaltung spricht eine „andere Sprache“. Die IT-Abteilung „versteht nur Bahnhof“ – und umgekehrt. Manchmal passen Strukturen nicht zusammen, um erfolgreich eGovernment umzusetzen. Frank Zielke, Vorstand der ITSM Consulting AG, hat für eGovernment Computing acht nahezu alltägliche IT-Probleme ermittelt und zeigt Lösungsansätze auf.

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In der heutigen Ratgeberfolge geht es um „Zu starke zentrale Steuerung und Management der IT, obwohl die Behörden dezentral organisiert sind“.

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Problemstellung: Zweifellos verbergen sich in einer zentral ausgerichteten IT-Organisation deutliche Vorteilseffekte, weil dadurch die Services rationeller gestaltet werden können. Dem steht jedoch gegenüber, dass damit die Besonderheiten in den dezentralen ÖV-Einheiten mit ihren spezifischen Anforderungen zu wenig Berücksichtigung finden. Insofern erlebt es die Praxis vor Ort, dass ihre Bedürfnisse zu kurz kommen, was in der Konsequenz zu einer Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit führt.

Lösungsansatz: Angesichts der differenzierten informationstechnischen Anforderungen und der vielfältigen Kompetenzerfordernisse heutzutage ist es kaum mehr denkbar, dass jede einzelne öffentliche Institution eine autonome IT-Strategie entwickeln würde. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht wäre dies nicht sinnvoll, weil die Kosten bei kleinen technischen Einheiten überproportional hoch sind. Zudem verfügen die Behördenleitungen meist nicht über ausreichende IT-Kompetenzen, um eigene IT-Strategien verantworten zu können.

Deshalb besteht inzwischen eine weitgehende Übereinstimmung innerhalb der gesamten Öffentlichen Verwaltung, dass IT-Strategien so weit wie möglich zentral ausgerichtet sein und dementsprechend auch weitgehend zentral gesteuert werden müssen. Diesem aktuellen Selbstverständnis steht allerdings das Faktum der dezentralen behördlichen Strukturen entgegen: zentrale und weitgehend standardisierte Dienste und Betriebsbedingungen treffen auf sehr unterschiedliche dezentrale Erfordernisse.

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