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Schutz von Computern und mobilen Geräten

„Absolute Manage 6.5“ unterstützt übergreifende BYOD-Umsetzung

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Interview mit Margreet Fortuné, Regional Manager Dach, Benelux & Eastern Europe bei Absolute Software:

Margreet Fortuné, Regional Manager Dach, Benelux & Eastern Europe bei Absolute Software
Margreet Fortuné, Regional Manager Dach, Benelux & Eastern Europe bei Absolute Software
(Bild: privat)
In Deutschland ist die Einstellung oft etwas konserverativer als in anderen Ländern – also beispielsweise den USA oder Großbritannien. Glauben Sie, dass BYOD bei uns eine Chance hat und sich durchsetzen wird?

Margreet Fortuné: Eine gute Frage und sie ist durchaus berechtigt. Meiner Erfahrung nach ist es wesentlich einfacher, „Bring your own device“-Programme in den Vereinigten Staaten einzuführen. In Deutschland – und auch in Frankreich, um ein Beispiel zu nennen, ist es ungleich schwieriger.

Die Einführung eines BYOD-Programmes verlangt die Mitbestimmung durch den Betriebsrat und das macht es manchmal sehr, sehr kompliziert. Ich habe das in Deutschland bei vielen Kunden erlebt. Der Betriebsrat legt paradoxerweise sehr großen Wert auf den Schutz privater Daten, also auf die des Arbeitnehmers und weit weniger darauf, wie man die Daten des Arbeitgebers schützt. Diese beiden Dinge zusammenzubringen, ist oft schwierig, wobei es aber auch Beispiele dafür gibt, dass es durchaus realisierbar ist.

Ich sehe da aber auch noch eine andere Möglichkeit, die sich hier bietet: Wir nennen das „Cope“, (Corporate owned, personally enabled), das heißt, das Gerät gehört zwar dem Arbeitgeber, aber wenn der Mitarbeiter will, kann er das Gerät auch privat benutzen.

Könnte es nicht etwa so sein, dass sich die Lösung „Homeoffice“ hier eher durchsetzen würde?

Margreet Fortunè: Nun gut, das hängt ja immer auch davon ab, welche mobile Strategie das jeweilige Unternehmen hat, was man möchte und wie man die Risiken einschätzt. Im Bereich Healthcare sind die Risiken natürlich ungleich höher, denn hier handelt es sich ja um sehr persönliche und sensible Daten, die absolut vertraulich zu halten sind.

Wie verhält es sich mit den Datenschutzanforderungen?

Margreet Fortunè: Die Datenschutzanforderungen betreffen sowohl die Daten des Benutzers als auch die Daten des Unternehmens. Der Arbeitgeber ist hier rechtlich in der Verantwortung und verpflichtet, die Daten ausreichend zu schützen – das heißt, der Arbeitgeber muss nachweisen können, dass die Daten geschützt sind und auch in welcher Form dieser Schutz vorhanden ist. Es muss für den Arbeitgeber immer die Möglichkeit geben, im Falle eines Diebstahls oder Verlustes eingreifen zu können. Gerade im Healthcare-Bereich – egal, ob es sich nun um ein Krankenhaus oder um ein Seniorenpflegeheim handelt – ist es überhaupt nicht möglich, ein BYOD-Programm ohne ein Management- oder ein Sicherheits-Tool für den entsprechenden Schutz zu implementieren. Dafür sind nicht alle Geräte geeignet und meine Meinung ist: Man sollte hier iOS-Geräten oder Samsung-Geräten den Vorzug geben.

Frau Fortunè, wir bedanken uns für das Gespräch.

Ergänzendes zum Thema
BYOD (Bring your own device)

BYOD ist die Bezeichnung für die Integration von privaten mobilen Endgeräten wie Tablets, Smartphones oder auch Notebooks in die Netzwerke von Unternehmen. Wichtig sind dabei auch die Richtlinien des Unternehmens, die regeln, auf welche Art und Weise die Mitarbeiter die eigenen elektronischen Geräte zu dienstlichen Zwecken, insbesondere für den Zugriff auf Netzwerkdienste und das Verarbeiten und Speichern unternehmensinterner Daten nutzen dürfen.

Die Vorteile von BYOD sind eine bessere Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter und bedeuten zudem eine größere Wahlfreiheit für den Nutzer.

Allerdings muss man auch bedenken, dass BYOD ein Sicherheitsrisiko darstellen kann, da damit Unternehmensdaten auf nicht- oder nur teilweise kontrollierbaren, fremden Geräten verarbeitet werden und sich diese Geräte auch im internen Netzwerk der Organisation bewegen und dieses stören oder ausspionieren könnten.

Ein weiterer Nachteil ist, dass BYOD der Strategie zur Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur entgegen läuft, die Komplexität erhöht und damit der Betriebsaufwand steigt.

BYOD wirft auch Sicherheitsfragen und juristische Probleme auf. Der Datenschutz von zu verarbeitenden personenbezogenen Daten und Geschäftsgeheimnissen muss gewahrt bleiben. Die rechtliche Haftung im Fall, dass BYOD-Geräte bei der Nutzung zu Schaden oder abhanden kommen oder andere Geräte stören, muss geklärt sein.

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