Smart City

Absichern intelligenter Städte ist eine Mammutaufgabe

| Autor / Redakteur: Simon Moffatt* / Stephan Augsten

Damit die intelligente Stadt nicht in Dunkelheit versinkt, müssen entsprechend smarte Sicherheitskonzepte entworfen werden.
Damit die intelligente Stadt nicht in Dunkelheit versinkt, müssen entsprechend smarte Sicherheitskonzepte entworfen werden. (Bild: Archiv)

Befeuert durch das Internet of Things (IoT), wird die Vision der Smart Cities zunehmend Realität. Doch mit der Ausbreitung intelligenter Städte wachsen auch die Sicherheitsbedenken der Behörden und Stadtverantwortlichen. Die Frage nach der Sicherheit will schnell beantwortet werden.

Als vor einigen Jahren die erste Welle der IoT-Implementierungen rollte, lag der Schwerpunkt verständlicherweise vor allem auf Kommunikation und Konnektivität. Ehemals „dumme“ Objekte wie Fernseher, Glühbirnen und Thermostate mit Netzwerkverbindungen auszustatten und damit „smart“ zu machen, war eine riesige technische Errungenschaft.

Die Vorteile dieser neuen vernetzten „Dinge“ waren so groß, dass der Aspekt des Identitäts- und Zugriffsmanagements oft übersehen wurde. Heute ist man hier einen Schritt weiter. Die IoT-Kommunikation ist reifer und stabiler geworden und wir verstehen die potenziellen Risiken und Anfälligkeiten im Hinblick auf Datenverluste besser.

Allein die Zahl der IoT-Geräte bedeutet eine große Angriffsfläche für böswillige Nutzer. Für eine ganze Stadt, in der Tausende von Geräten gleichzeitig mit Nutzern und untereinander kommunizieren, ist die Sicherheit eine Mammutaufgabe. Intelligente Städte bieten Hackern das ideale Ziel, um Botnet-ähnliche Netzwerke kompromittierter Geräte einzurichten und sie für andere Aufgaben zu verwenden als vorgesehen.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, ein Hacker könnte in das Verkehrsleitsystem einer Stadt eindringen und während des Berufsverkehrs alle Ampeln in der Innenstadt auf Rot schalten. Wenn dieser Hacker gleichzeitig die lokalen Radiosender manipuliert, können die Bewohner auch nicht gewarnt werden.

Pendler wissen nichts von dem Problem und versuchen, ganz normal zur Arbeit zu fahren: Die Stadt erliegt innerhalb von Minuten dem Verkehrskollaps. Dies kostet nicht nur Geld durch Produktivitätsverluste, sondern es bedeutet auch, dass Rettungskräfte nicht schnell an ihre Einsatzorte gelangen können. Das kann Leben kosten.

Wie können Bedrohungen bekämpft werden?

Der erste Schritt, um Bedrohungen dieser Art zu verhindern, besteht darin, zu verstehen, wo sie ihren Anfang nehmen. Dies kann am besten erreicht werden, indem sichergestellt wird, dass jedes vernetzte Gerät in der intelligenten Infrastruktur der Stadt – sei es ein Auto, eine Straßenlaterne oder ein Erdbebensensor – über eine verifizierte Identität verfügt und ordnungsgemäß mit dem Netzwerk verbunden ist.

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