Hochschule Darmstadt virtualisiert Desktops im Lernzentrum, Labor und für den Klausurbetrieb

95 Prozent Energiekosten gespart durch Zero-Client-Technologie

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Administration vor Ort fällt vollständig weg

Die im Lernzentrum zur Verfügung stehenden Anwendungen waren früher zum Teil vor Ort auf den Rechnern installiert, zum Teil – wie bei komplizierten Programmen – direkt im Rechenzentrum. Hubert Langenstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter und IT-Verantwortlicher am Fachbereich: „Wir suchten deshalb eine Lösung für die zentrale Administration und Verteilung aller Ressourcen. Thin Clients wären ein Ansatz gewesen, doch sie haben den Nachteil, dass auch hier Betriebssystem, Prozessor, Grafikkarte und Peripherie vor Ort vorhanden sind. Damit hängt aber die Performance wieder vom Endgerät ab.“

Mit dem neuen System wollte das IT-Team von zentraler Stelle aus die Performance wie auch den Arbeitsspeicher verwalten können, sodass die Administration vor Ort vollkommen wegfallen kann.

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Im November 2008 folgte eine erste Teststellung mit drei Pano-Logic-Boxen, die man mit allem belastete, was an Hard- und Software am Fachbereich zum Einsatz kommt. Anschließend ging es in den Roll-out.

Seitdem schafft der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt keine neuen PCs mehr an, sondern stattet seine Lehrräume komplett mit Zero-Client-Technologie aus und ersetzt jeden abgeschriebenen Rechner durch eine Pano Box. Zehn Monate nach dem Projektstart waren bereits drei Schulungsräume vollständig mit den Zero Clients ausgestattet, im Anschluss sind die Laborbereiche an der Reihe.

Servervirtualisierung mit Microsoft Hyper-V

„Wir haben hier den umgekehrten Weg wie sonst üblich beschritten“, sagt Hubert Langenstein, „und zunächst unsere Clients virtualisiert. Quasi ein Nebenprodukt war die anschließende Virtualisierung unserer Server, zunächst auf VMware-Basis, künftig aber mit Microsoft Hyper-V 2.0, was uns lizenzmäßig entgegenkommt.“

Der Ausbau der Zero-Client-Lösung an der Hochschule Darmstadt wurde auch wissenschaftlich begleitet. In seiner Diplomarbeit untersuchte Stefan Krebs – inzwischen Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik – die Vorteile eines Zero-Client-Systems im Vergleich zum konservativen Aufbau eines Lernzentrums.

Ein Preis für die Innovation

Dabei fanden zum einen energietechnische Auswertungen der Pano-Boxen mit entsprechend kalibrierten Messsystemen statt, des Weiteren wurden der Bedienungskomfort des Systems und generell die Vorteile einer zentralen Verwaltung im Bereich von eLearning untersucht.

Im Sommer 2009 erhielt der Wissenschaftler für seine Untersuchungen den Alfred-Döhrer-Preis der Hochschule Darmstadt, der alljährlich für technisch besonders innovative Projekte verliehen wird.

Einfacheres Patch Management, leichtere Updates und Release-Wechsel

Für die IT-Administratoren am Fachbereich ist die Desktop-Virtualisierungslösung von Pano Logic vor allem beim Patch Management, bei Updates und Release-Wechseln von großem Vorteil. Die Lernräume hängen heute von sieben Uhr morgens bis abends acht Uhr am Stromnetz, das heißt, wenn ein Student einen Arbeitsplatzrechner einschaltet, wird dieser mit Strom versorgt. Nachts und am Wochenende werden die Räume automatisch spannungslos geschaltet.

Früher mussten die PC auch außerhalb der Benutzungszeiten laufen, da zu diesen Zeiten bevorzugt Patches und neue Software-Versionen aufgespielt werden. Auf diese Weise realisiert der Fachbereich Einsparungen bei den Energiekosten von 95 Prozent. Dies wurde bereits bei der Diplomarbeit durchgerechnet, als man zwei Labore mit je zwölf PC und Pano-Boxen identischen Belastungen aussetzte und so die exakte Energieeffizienz der Zero-Client-Lösung angeben konnte.

Die Pano-Technologie versetzt das Lehrpersonal am Fachbereich auch in die Lage, schneller und direkter mit den Studierenden zu kommunizieren. Auf jedem Desktop werden per Firefox-Browser tagesaktuelle Nachrichten ausgegeben: Welche Vorlesung fällt aus, gibt es Raumverlegungen etc. – neben den Lernarbeitsplätzen auch an einer Reihe öffentlicher View Points in Eingangs- und anderen zentralen Bereichen des räumlich weit über den Campus verstreuten Fachbereiches. Hinter diesen 42 Zoll großen Monitoren verbirgt sich jeweils ein Pano Device. So wird an den View Points die Webseite des Fachbereiches permanent neu geladen und sorgt für ein reibungsloses Zusammenspiel im Unibetrieb.

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