Krisenhelfer Open Source

9 Gründe sich in schwierigen Zeiten mit Open Source zu beschäftigen

08.12.2009 | Autor / Redakteur: Dr. Michael Bark / Gerald Viola

Im Rathaus Schwäbisch Hall setzen die Verantwortlichen seit Jahren auf Open Source
Im Rathaus Schwäbisch Hall setzen die Verantwortlichen seit Jahren auf Open Source

8. Korrektur von Sicherheitslücken

Bei kommerziellen Anwendungen handelt es sich meist um Closed Source, also um Software, deren Quellcode nicht einsehbar ist. Anders als im Falle von Open Source lassen sich eventuelle Sicherheitslücken oder sicherheitsrelevante Fehlfunktionen daher nicht vorab im Quellcode ersehen und können deswegen auch nicht von einer Community korrigiert werden.

Generell kann Open Source eine schnellere Verfügbarkeit von Sicherheits-Updates attestiert werden. Ein spezieller Aspekt bei Closed-Source-Produkten betrifft sicherheitsrelevante Komponenten. Hier muss die Behörde darauf vertrauen, dass der Hersteller vertrauenswürdig ist und dass sie ihre Geschäftsgeheimnisse gegen alle Risiken wie Spionage, Sabotage oder staatliche Zugriffe schützen können – oder sie vertrauen Anwendungen und Algorithmen, die quelloffen sind und aufgrund ihrer Funktionalität höchsten Schutz gewährleisten.

9. Wirtschaftsförderung

Für Open Source spricht aus Sicht der Öffentlichen Verwaltung aber noch ein weiterer Aspekt – Stichwort Wirtschaftsförderung. Sowohl auf Bundes- als auch auf regionaler Ebene gilt es, lokale Unternehmen zu fördern und Innovation in Deutschland voranzutreiben.

Bei proprietärer Software erfolgt der Hauptteil der tatsächlichen Wertschöpfung in der Regel weit entfernt vom Einsatzort, wenn nämlich die Software nicht in der jeweiligen Region entwickelt wird. Durch den Einsatz eines Open-Source-Modells dagegen können lokale Software-Anbieter eigenständig grundlegende Entwicklungsarbeiten vornehmen sowie Wartung und Pflege der Anwendungen übernehmen. Dadurch werden lokale Unternehmen stärker am Wertschöpfungsprozess beteiligt und die Innovationskraft des Standorts Deutschland wird gefördert. Nicht zuletzt tragen solche Maßnahmen nennenswert dazu bei, dass die IT-Industrie in Deutschland die Krise meistert.

Fazit

Open Source setzt sich als nachhaltiger Trend in vielen IT-Bereichen durch und macht auch vor dem Public Sector nicht halt – wenn auch regional sehr unterschiedlich.

Fakt ist: Gerade angesichts des zunehmenden Drucks auf die IT-Budgets bieten Open-Source-Lösungen auch den Öffentlichen Einrichtungen die Chance, Kosten einzusparen sowie flexibel und unabhängig von Herstellern und großen Lizenzkostenblöcken zu agieren.

Und das ist ein großer Vorteil – in wirtschaftlich guten genauso wie in schlechten Zeiten.

 

9 Gründe sich in schwierigen Zeiten mit Open Source zu beschäftigen

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