Krisenhelfer Open Source

9 Gründe sich in schwierigen Zeiten mit Open Source zu beschäftigen

08.12.2009 | Autor / Redakteur: Dr. Michael Bark / Gerald Viola

Im Rathaus Schwäbisch Hall setzen die Verantwortlichen seit Jahren auf Open Source
Im Rathaus Schwäbisch Hall setzen die Verantwortlichen seit Jahren auf Open Source

6. Support und Rechtssicherheit

Beim Einsatz von Open-Source-Systemen verweisen Kritiker des Öfteren auf vermeintliche Mängel im Hinblick auf Support und Rechtssicherheit. Dieses Argument ist in der Regel weder überzeugend noch stichhaltig. Denn bei Gewährleistungs-, Haftungs- und Urheberrechts-Fragen, bei denen anglo-amerikanisches und europäisches Recht in Teilen nicht kompatibel sind, verhelfen Distributoren zu klaren Rechtsbeziehungen nach lokalem Recht. Öffentliche Institutionen können auch Support und weitere Dienstleistungen optional bei den Distributoren erwerben. Ein weiterer Trend bei Open-Source-Lösungen zum sogenannten Dual Licensing.

So bieten Unternehmen wie beispielsweise Sun für MySQL oder Red Hat für seinen JBoss Application Server jeweils zwei Lizenzen an: eine freie Public Version und eine Enterprise Version mit Support und Service wie bei kommerziellen Produkten. Der Vorteil des Dual Licensing liegt in der flexiblen Nutzung. Je nach Kritikalität der Anwendung oder Infrastruktur können Bund, Länder und Kommunen frei zwischen den beiden Lizenzvarianten wählen. Generell können sie den Vertrag kündigen, ohne dass sie den Anspruch verlieren, die Anwendung oder Komponente weiter zu betreiben.

7. Adäquat dimensionierte Betriebssysteme

Betriebskosten werden zunehmend auch im Hinblick auf etablierte Strukturen und Lieferanten hinterfragt. Kein Wunder: für die überwiegende Anzahl der PC-Arbeitsplätze im Öffentlichen Sektor sind die Microsoft-Betriebssysteme angesichts der steigenden Verbreitung von browserbasierenden Anwendungen schlichtweg überdimensioniert. Hinzu kommt, dass der Hersteller seine Kunden regelmäßig zu teuren Migrationen zwingt, um nicht aus dem Support zu laufen. Eine Alternative sind Linux-Systeme, die in Sachen Usability und Ergonomie inzwischen mit den Microsoft-Pendants gleichgezogen haben.

Eine andere Möglichkeit ist die kostengünstige Open-Office-Lösung von Sun, ehemals Star Office. So setzen beispielsweise öffentliche Einrichtungen in der Region München flächendeckend Linux und Open Office ein. Je nach Supportmodell lassen sich erhebliche Kosten sparen.

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