Krisenhelfer Open Source

9 Gründe sich in schwierigen Zeiten mit Open Source zu beschäftigen

08.12.2009 | Autor / Redakteur: Dr. Michael Bark / Gerald Viola

Im Rathaus Schwäbisch Hall setzen die Verantwortlichen seit Jahren auf Open Source
Im Rathaus Schwäbisch Hall setzen die Verantwortlichen seit Jahren auf Open Source

3. Reduktion der Entwicklungskosten

Mit freien integrierten Entwicklungsumgebungen wie Eclipse lassen sich auch die Entwicklungskosten reduzieren. Eclipse ist neben NetBeans von Sun ein Quasi-Standard. Durch die hohe Anzahl von Plug-Ins können Entwickler dabei auch individuelle Ausprägungen ihrer Projekte berücksichtigen. Entwicklungskosten können Öffentliche Institutionen auch durch den Einsatz von freien Frameworks und Bibliotheken reduzieren, die eine effiziente Implementierung ermöglichen und bewährte Lösungsansätze bieten.

4. Wartungsgebühren vs. Umstellungskosten

Wollen Öffentliche Einrichtungen die laufenden Betriebskosten senken, sollten sie auch die jährlichen Wartungsgebühren für die eingesetzte Software kritisch beleuchten, die bei vielen Anwendungen an den Hersteller zu zahlen sind. Spätestens nach der Amortisation der Lizenzkosten kann sich der Wechsel zu einem Open-Source-Produkt lohnen, wenn die mit dem Hersteller vereinbarten Wartungsgebühren – in der Regel 20 Prozent des Listenpreises – höher sind als die anfallenden Kosten einer Umstellung auf Open Source. Hierbei müssen natürlich auch die Funktionalität, die Leistungsfähigkeit und Support-Fragen berücksichtigt werden.

5. Einsparpotenziale bei Infrastrukturkomponenten

Einsparpotenziale beim Betrieb bergen auch Open-Source-Infrastrukturkomponenten. Der Einsatz von Open-Source-Datenbanken beispielsweise wird mittlerweile auch im Public Sector kaum noch kontrovers diskutiert. Neben der bekanntesten Open-Source-Datenbank MySQL, die 2008 von Sun erworben wurde, existiert eine Reihe weiterer ausgereifter Systeme von PostgreSQL über Firebird bis hin zu Ingres. Gerade im Hinblick auf das Regierungsprogramm eGovernment 2.0 bieten sich aber auch weitere Open-Source-Komponenten an: der Modernisierungsprozess in der Verwaltung und der Standort Deutschland sollen gezielt durch eGovernment gefördert werden. Die dabei entstehenden Portale, digitalen Antrags- und Bearbeitungssysteme und elektronischen Kommunikationsplattformen – Stichwort Bürgerportale – lassen sich kosteneffizient auf Basis von Open-Source-Lösungen realisieren. Dazu gehören Content-Management-Systeme, Application Server, Shop-Lösungen und Verzeichnisdienste.

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