Energiesparende Chips

74 Millionen Euro für europäisches Forschungsprojekt „Power2Power“

| Autor / Redakteur: dpa/sn / Ira Zahorsky

Das Kooperationsprojekt „Power2Power“ soll durch die Entwicklung energiesparender Mikrochips die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mikroelektronikindustrie erhöhen.
Das Kooperationsprojekt „Power2Power“ soll durch die Entwicklung energiesparender Mikrochips die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mikroelektronikindustrie erhöhen. (© Edelweiss - stock.adobe.com)

Mehr Leistung, weniger Energieverbrauch: Um in Sachen Leistungselektronik der Konkurrenz aus Asien etwas entgegenzusetzen, rücken acht Länder in Europa enger zusammen. Davon kann auch „Silicon Saxony“ profitieren.

Mehr als 40 Partner aus acht Ländern wollen unter der Führung des Chipherstellers Infineon in den nächsten drei Jahren besonders energieeffiziente Leistungshalbleiter erforschen. Am Mittwoch fiel in Dresden der Startschuss für das europäische Kooperationsprojekt „Power2Power“. Rund 74 Millionen Euro aus der EU, den teilnehmenden Staaten, Bundesländern und der Industrie fließen in das Projekt. Neben Deutschland sind unter anderem auch Ungarn, Spanien, Finnland und die Slowakei dabei.

Ein solches Projekt könne dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mikroelektronikindustrie zu erhöhen, erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit Blick auf die Konkurrenz aus Asien. Für den Ausbau und die Weiterentwicklung von „Silicon Saxony“ seien Kooperationen wie „Power2Power“ von enormer Bedeutung, betonte der Ministerpräsident.

Bei weltweit steigendem Energiebedarf soll das Forschungsprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung von CO2-Emissionen leisten, so Projektleiter Oliver Pyper. Dafür finden sich über Grenzen hinweg Arbeitsgruppen zusammen, tauschen regelmäßig Wissen und Daten aus. Einmal im Jahr wird an Gutachter der EU berichtet. „Am Ende steht die nächste Generation der Leistungselektronik“, so Pyper. Nicht ein einzelnes Produkt, sondern ein ganzes Portfolio soll von den Kooperationspartnern entwickelt werden. Im Kern geht es darum, mehr Leistung aus weniger Energie zu ziehen: Die energiesparenden Chips kommen dann etwa in Windkraftanlagen, Waschmaschinen oder Schnellladesäulen für eAutos zum Einsatz.

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