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Online-Apotheken 61 Prozent der Verbraucher bestellen Arzneimittel online

Redakteur: Manfred Klein

Das Internet wird zunehmend zur Konkurrenz für klassische Apotheken. So haben laut einer repräsentativen Verbraucherbefragung der Creditreform Boniversum GmbH zur Nutzung von Online-Apotheken und zum Kauf von frei verkäuflichen und rezeptpflichtigen Arzneimitteln in den vergangenen sechs Monaten rund 61 Prozent der Befragten Arzneimittel im Internet bestellt. Inzwischen bestellt jeder fünfte Online-Käufer auch rezeptpflichtige Medikamente in zugelassenen Online-Apotheken.

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Online-Apotheken gewinnen immer mehr an Akzeptanz
Online-Apotheken gewinnen immer mehr an Akzeptanz
(Bild: © momius – Fotolia.com)

Dazu heißt es in der Studie: „Rund 35 Millionen Verbraucher in Deutschland haben in den letzten Monaten Arzneimittel per Klick im Internet bestellt und damit offenbar sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Die Kundenzufriedenheit sei dabei sehr hoch. 99 Prozent der Käufer frei verkäuflicher Arzneimittel und 97 Prozent der 9,4 Millionen Verbraucher, die auch rezeptpflichtige Arzneimittel online erworben haben, beurteilten ihr Kauferlebnis positiv.

Laut Studie sind Frauen (62 Prozent) unter den Online-Apotheken-Kunden nur leicht stärker vertreten als Männer (59 Prozent). Hingegen nutzten eher junge Verbraucher (30 bis 39 Jahre: 70 Prozent), Verbraucher mit höherem Einkommen („Gutverdiener“ mit mehr als 2.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen: 69 Prozent) und Verbraucher aus Haushalten, in denen Kinder leben (66 Prozent), die Möglichkeit überdurchschnittlich oft, Arzneimittel im Internet einkaufen zu können.

Zudem gelte,s o die Autoren der Studie: Frauen kaufen überdurchschnittlich stark frei verkäufliche Arzneimittel in Online-Apotheken, Männer geben stärker als Frauen an, rezeptpflichtige Arzneimitteln in Online-Apotheken einzukaufen.

Neben der Nutzung des Produktangebots von Online-Apotheken wurden die Umfrage-Teilnehmer auch zu Ihrer Haltung bezüglich eines möglichen Verbots des Verkaufs re-eptpflichtiger Arzneimittel durch zugelassene Apotheken im Online-Handel befragt. Hier zeigte sich kein eindeutiges Ergebnis, jedoch habe die Gruppe derjenigen Umfrageteilnehmer, die einem möglichen Verbot eher negativ gegenüberstehen, überwogen.

52 Prozent der Befragten möchten weiterhin die Möglichkeit haben, auch rezeptpflichtige Arzneimittel bei zugelassenen Online-Apotheken erwerben zu können. Sie bewerten ein Verbot als „schlecht“, „eher schlecht“ oder sogar „sehr schlecht“. Besonders Männer (54 Prozent), eher ältere Personengruppen (über 40 Jahre: 56 Prozent), Rentner (62 Pro-zent) und Verbraucher mit gehobenem Bildungsniveau (56 Prozent) sprachen sich überdurchschnittlich häufig gegen ein mögliches Verbot aus. 48 Prozent der Verbraucher dagegen betrachteten ein Verbot eher positiv.

„Der Einkauf in Online-Apotheken ist für die meisten Verbraucher in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Unsere aktuelle Analyse zeigt, dass Anfang 2017 fast 35 Millionen Verbraucher noch vor kurzem in einer zugelassenen Online-Apotheke eingekauft haben. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheken waren es 2016 noch 31 Millionen Kunden“, so Marc Leske, Leiter des eCommerce-Teams bei Boniversum.

„Und eine Mehrheit der Verbraucher möchte auch in Zukunft rezeptpflichtige Arzneimittel in zugelassenen Apotheken im Online-Handel einkaufen können. Hierbei zeigt sich: Wer bereits rezeptpflichtige Arzneimittel online eingekauft hat, ist stärker gegen ein Verbot als derjenige, der noch keine Erfahrungen mit dem Online-Kauf rezeptpflichtiger Arzneimittel hat.“

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