Standardisierung beginnt 2016

5G als Teil einer umfassenden Netztransformation

| Autor / Redakteur: Hans-Peter Mayer / Susanne Ehneß

Eine weitere Anforderung an das 5G-Netz ist, Dienste beziehungsweise Anwendungen in genau der Qualität abzuliefern, die eine bestimmte Kommunikationssituation erfordert. Benötigt ein Nutzer in einer schlechten Empfangssituation mehr Ressourcen, um einen Datei-Download ohne Fehler abzuschließen, bekommt er sie. Das Netz soll kontextsensitiv werden, sich an den Bedürfnissen des Benutzers orientieren.

Fahrplan in die Informationsgesellschaft

Bundeskabinett verabschiedet Digitale Agenda

Fahrplan in die Informationsgesellschaft

20.08.14 - Wie erwartet hat das Bundeskabinett in seiner heutigen Sitzung die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, vom Bundesminister des Innern und vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegte „Digitale Agenda 2014-2017“ beschlossen. Die wesentlichen Inhalte der Agenda und erste Reaktionen. lesen

5G wird es erlauben, verschiedene Dienste mit sehr unterschiedlichen Netzanforderungen auf derselben Mobilfunkinfrastruktur ablaufen zu lassen. So könnte es einen Dienst mit besonders niedriger Latenz für vernetzte Autos geben, einen Dienst mit hoher Bandbreite für Streaming TV, einen Dienst mit den besonderen Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Sie alle laufen auf den gleichen Systemen. Das spart Ressourcen, also Energie, Spektrum und auch Kosten.

5G-Forschung

An 5G arbeiten derzeit Forscher weltweit, mit einem gewissen Schwerpunkt in Europa und in Asien. Nicht zuletzt durch das Public-Private-Partnership-Programm (5GPPP im Rahmen von Horizon 2020) ist die Europäische Union bestrebt, der 5G-Forschung in Europa eine führende Position weltweit zu sichern. Die EU verfolgt dabei zwei Ziele.

Erstens soll die europäische TK-Industrie gestärkt werden, die mit der GSM-Entwicklung einst den Siegeszug heutiger Mobilfunknetze begründete. Zweitens sollen Wachstumsfelder wie Smart Cities, eHealth, intelligente Transport- und Logistiksysteme sowie Erziehung, Unterhaltung und Medien gefördert werden.

Die EU-Kommission benennt die gewünschten Fortschritte: Die Kapazität drahtloser Verbindungen soll 1.000-mal größer sein als mit 4G, sieben Milliarden Menschen und sieben Billionen „Dinge“ weltweit vernetzen und 90 Prozent des Stromverbrauchs einsparen.

Optimale Schnittstelle

Ein Forschungsschwerpunkt der 5G-Entwicklergemeinde zielt natürlich auf geringere Latenzzeiten ab. Die Reaktionsgeschwindigkeit eines Mobilfunksystems lässt sich verringern, indem man mehr Funkressourcen – Funkspektrum oder Zeit – zur Verfügung stellt. Will man Daten per Funk mit kleiner Latenzzeit übertragen, muss man dafür sorgen, dass bereits die erste Übertragung erfolgreich ist. Dafür können die Bits zum Beispiel so kodiert werden, dass sie mehr Spektrum benötigen. Oder man benutzt eine zusätzliche parallele Funkverbindung.

Ergänzendes zum Thema
 
Zusammenfassung

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