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Markt für serviceorientierte Architekturen wird erwachsen 5 Tipps für die erfolgreiche SOA-Einführung

| Autor / Redakteur: Joachim Benner / Katrin Hofmann

Das SOA-Konzept gewinnt an Bedeutung. Es erfolgreich einzuführen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Werden einige Empfehlungen bei der Umsetzung beachtet, haben sich die Investitionen und Mühen in jedem Fall gelohnt.

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Joachim Benner, Research Analyst, IDC Frankfurt
Joachim Benner, Research Analyst, IDC Frankfurt
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwar ist der erste Hype um serviceorientierte Architekturen (SOA) erloschen, der Markt hat aber inzwischen an Reife gewonnen, was auch daran erkennbar ist, dass SOA sich bei Unternehmen mehr und mehr durchsetzt. Laut einer von IDC im Jahr 2009 durchgeführten Umfrage unter 418 Unternehmen in Deutschland, sind 45 Prozent der Befragten mit dem SOA-Ansatz vertraut. Die Bekanntheit ist demnach im Vergleich zu den vorherigen Jahren weiter gestiegen. Vor allem im Finanzsektor sind zahlreiche SOA-Projekte geplant und auch in der öffentlichen Verwaltung gewinnt das Konzept zunehmend an Bedeutung.

Viele Anwender, die zwischenzeitlich gute Erfahrungen mit SOA gemacht haben und ausreichendes Know-how aufbauen konnten, ernten nun die Früchte ihrer Bemühungen, indem etwa Kosten gespart werden und Mitarbeiter sich auf komplexere, nicht automatisierbare und wertschöpfende Geschäftsprozesse konzentrieren können.

SOA erfolgreich einzuführen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu nachstehend einige Empfehlungen:

1. Langfristig planen

Bei SOA-Einführungen hat sich eine langfristige Sichtweise bewährt, denn typischerweise erfolgen SOA-Einführungen in mehreren Stufen. Schrittweise vorzugehen, bedeutet schnelle Erfolge zu erreichen. Die Basis sollte aber in jedem Fall eine SOA-Road-Map vom Gesamtprojekt sein, die den Umfang der Teilprojekte beinhaltet. Auf diese Weise werden Einzelinitiativen im Unternehmen vermieden, die nachher nur schwer in das Gesamtprojekt integriert werden können.

Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit viele Unternehmen nicht in der Lage waren, in den ersten sechs bis acht Monaten signifikante Verbesserungen durch die Einführung einer SOA-Initiative nachzuweisen, trotz zum Teil beträchtlicher IT-Investitionen. Von daher hat es sich bewährt, sich auf eine langfristigere Amortisationszeit der Investitionen einzustellen. Denn erst wenn die wiederverwendbaren Komponenten und Module auch tatsächlich ein zweites Mal eingesetzt werden, entstehen Einsparungen. Gerade am Anfang einer SOA-Initiative dürfen die qualitativen Verbesserungen nicht unterschätzt werden. Quantitative Erfolge stellen sich mit der Zeit automatisch ein.

2. Nutzen der SOA-Implementierung für das Business definieren

SOA ist ein Instrument mit dem die Unternehmens-IT sehr flexibel auf veränderte Geschäftssituationen angepasst werden kann. Der Nutzen ergibt sich dabei nicht unmittelbar durch die Einführung der SOA. Vor der Implementierung ist es wichtig festzulegen, in welchem Bereich der IT mehr Flexibilität erzielt werden soll und in welchen Bereichen sich dadurch Vorteile für die Fachabteilungen erzielen lassen. Dabei gilt es, den Nicht-IT-Fachleuten die Vorteile der SOA-Einführung verständlich zu machen. Hierbei kann es etwa hilfreich sein, auf das Wort „SOA“ selbst zu verzichten und vielmehr die Inhalte des Konzepts dem Management zu vermitteln. Hierdurch lassen sich die Akzeptanz und Unterstützung von Seiten des Business verbessern.

Welche weiteren Tipps IDC-Analyst Joachim Benner gibt, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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