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Arbeitsagentur: Grundlegendes Update für die IT-Infrastruktur 41 Milliarden Euro kommen unter neue Verwaltung

| Redakteur: Manfred Klein

Aus 48 mach eins: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) – rund 100.000 Mitarbeiter, 176 Agenturen für Arbeit, mit 660 Geschäftsstellen die größte Behörde in Deutschland – hat sich entschieden, die IT für ihr Personal- und Finanzwesen radikal umzukrempeln.

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Ralph-Peter Rembor
Ralph-Peter Rembor
( Archiv: Vogel Business Media )

Herbert Pick, Projektverantwortlicher bei der BA, stellt die Ausgangssituation im Gespräch mit eGovernment Computing dar: „Die Bundesagentur hat eine sehr heterogene und überalterte IT-Infrastruktur. Dass heißt, viele IT-Verfahren sind schon sehr lange im Einsatz und sind auf der Basis der damals verfügbaren Methoden entwickelt worden. Wir haben Betriebssysteme im Einsatz, die heute einem massiven technischen Wandel unterliegen oder gar abgelöst werden. Genau dies war auch unser Beweggrund zu diesem Schritt: Wir haben derzeit allein in den Bereichen Personal und Finanzen viele Einzelapplikationen – 48 an der Zahl. Das zieht eine Vielzahl von Datenredundanzen nach sich, unter der auch die Auswertungsqualität und insbesondere die Integration neuer Anforderungen – auch gesetzlicher Art – leidet. Wir wollen diese heterogene IT-Landschaft zugunsten einer modernen und zukunftsfähigen Software-Plattform ablösen. Damit einher geht natürlich ein deutliches Mehr an Bearbeitungssicherheit. Das wird Probleme, die wir in der Vergangenheit mitunter hatten, in Zukunft vermeiden.“

IT-Konsolidierung

Der Problemlöser wird eine SAP-Lösung sein, von der sich die Verantwortlichen eine massive Optimierung der Prozesse und der Systempflege versprechen.

Herbert Pick: „Wir reduzieren 48 untereinander kommunizierende Verfahren zugunsten einer einheitlichen, homogenen Plattform. Dadurch reduzieren wir Schnittstellen und erzeugen erhebliche Redundanzen, weil Stammdaten künftig nur noch einmal im System vorgehalten werden müssen. Wir reduzieren den Arbeitsaufwand für die Pflege des Systems. Das Projekt, an dem rund 200 Mitarbeiter beteiligt sind, läuft bis Dezember 2011. Bereits während des ersten Projektjahres sind sogenannte Go-Live-Verfahren geplant. Das heißt also, das bereits 2009 mit der Ablösung alter Fachverfahren begonnen wird.“

Die SAP wird neben der Bereitstellung der Softwarelösung SAP Enterprise Resource Planing (SAP ERP) auch für die Einführung der Software in den kommenden Jahren verantwortlich zeichnen und darüber hinaus die Bundesagentur (Hauhalt: 41 Milliarden Euro) im Zuge des Projekts mit den Lösungen SAP ERP Financial Management zur Unterstützung des Finanzwesens sowie SAP ERP Human Capital Management für die Personalwirtschaft beliefern.

Überzeugendes Angebot

Ralph-Peter Rembor, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Verwaltungen bei SAP, unterstreicht im Gespräch mit der eGovernment-Computing-Redaktion: „Entscheidend ist, dass wir hier einen Auftrag als Generalunternehmer bekommen haben und die SAP-Consulting in der Projektverantwortung steht. Das ist der Beweis, dass wir uns in einem so groß angelegten Vergabeverfahren, wie es die BA durchgeführt hat, behaupten können. Nicht nur, weil wir die entsprechenden Funktionalitäten anbieten, sondern weil wir auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten das beste Angebot abgeben konnten. Wegen der Größe und des Ansehens der BA, wird das in den ganzen Markt ausstrahlen.“

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