Suchen

Vision Zero – keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr

26.000 Straßenkilometer auf einen Blick

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Wie trägt das VSS zur Unfallprävention bei?

Pozybill: Das VSS-Verfahren liefert kartenbasiert auch eine Überlagerung der unfallauffälligen mit sanierungsbedürftigen Streckenabschnitten. Das Überlagerungsergebnis geht in die Dringlichkeitsreihung der Unfallpräventions-Maßnahmen ein.

Durch die Aggregation unterschiedlicher Informationen entsteht ein umfassendes Bild der Realität der Verkehrssicherheit, das ermöglicht, gezielte Maßnahmen zu definieren. Die Wirksamkeit der von den Unfallkommissionen ergriffenen Maßnahmen kann direkt mithilfe von schaltbaren Layern in der digitalen Karte überprüft werden. Ihre Umsetzung trägt zu einer spürbaren Verbesserung der Verkehrssicherheit bei und hilft so letztlich, Leben zu retten.

Wie viele Mitglieder nutzen das VSS regelmäßig?

Pozybill: Hauptzielgruppe des VSS sind sämtliche Mitglieder der 150 Unfallkommissionen in Baden-Württemberg. Sie bestehen aus Mitgliedern der Verkehrsbehörde (Leitung), der Straßenbauverwaltung und der Polizei. Mit Gästen haben derzeit 676 Personen Zugriff auf das VSS.

Wodurch zeichnet sich der Beitrag im Hinblick auf die Verwaltungsdigitalisierung aus?

Pozybill: Das zentral verfügbare VSS-System reduziert mit seinen landesweit einheitlichen Steckbriefen den Bearbeitungsaufwand in den Unfallkommissionen erheblich. In der digitalen thematischen Karte lassen sich mit schaltbaren Layern die unfallauffälligen Streckenabschnitte und Knotenpunkte verschiedenfarbig (Rot = Höchstwerte (5 Prozent aller Werte), Orange = auffällige (nächsten 10 Prozent aller Werte) und Grün = unauffällige und restlichen 85 Prozent aller Werte) anzeigen. Diese Werteaufteilung gilt systemweit. Für die Unfallkommissionen ist somit immer ganz klar, um welche Stellen im Straßennetz sie sich zuerst kümmern müssen.

Das VSS ist ein nachhaltiges Projekt, bei dem die Digitalisierung im Dienst der Gesellschaft steht.

(ID:45373254)