Stuttgart: Bürgerservice wurde dem Gemeinderat zu teuer 24 elektronische Bürgerkioske einfach abgeschaltet

Redakteur: Gerald Viola

Eigentlich hat Stuttgart über Jahre hinweg eine Vorreiterrolle beim eGovernment eingenommen. Ein Highlight ist beispielsweise der Online-Antrag für die Umweltplakette, der für ganz Deutschland angeboten wird. Beim Bürgerservice in der Landeshauptstadt aber hat der Gemeinderat die Kostenbremse gezogen.

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Die Infoterminals in den Bezirksrathäusern – 1999 war das erste in Bad Cannstatt aufgestellt worden – boten Zugriff auf die Internetseiten der Stadt Stuttgart und waren als Einstiegshilfe für Bürger ohne Computer gedacht. Seit Jahresanfang sind die Bildschirme dunkel, aber die Geräte werden nicht abgebaut.

Der Gemeinderat wollte die 20.000 Euro Kosten pro Jahr für Netzkosten, Wartung und Pflege nicht mehr ausgeben, Geld für den Abbau der Terminals ist aber auch nicht vorhanden.

Ralf Armbruster, der Leiter des städtischen Kompetenzzentrums „eGovernment“: „Das ist sehr schade, aber leider nicht zu ändern.“ Dabei hat die Stadt noch ein paar unbenutzte Terminals (Stückpreis inklusiv PC und Drucker: 3.300 Euro). Armbruster: „Wir hatten lange Lieferzeiten und mussten die Geräte weit im Voraus bestellen.“

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