Mit der eAkte startet der Bund endlich ins digitale Zeitalter

200.000 Arbeitsplätze sollen bis 2020 Zugang zu eAkte erhalten

| Autor: Manfred Klein

eAkte zieht in die Bundesverwaltung ein – wenn auch erst 2020
eAkte zieht in die Bundesverwaltung ein – wenn auch erst 2020 (Bild: © DigitalGenetics – Fotolia.com)

Auf ungeteilte Zustimmung stieß die Ausschreibung des Bundes zur Einführung der elektronischen Akte. Mit der Einführung starte der Bund nicht nur Endliche ins digitale Zeitalter, er eröffne sich damit auch weitreichende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, hieß es zum Beispiel beim Bitkom.

Der Bitkom sieht in der Ausschreibung der eAkte für Bundesbehörden zudem einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur digitalen Verwaltung. Bis zum 10. Januar 2017 können sich Unternehmen auf der eVergabe-Plattform des Beschaffungsamts des Bundesinnenministeriums um den Auftrag bewerben.

Bis 2020 sollen etwa 200.000 Arbeitsplätze der Bundesverwaltung mit der elektronischen Aktenführung ausgestattet werden. „Als neuer Basisdienst ist die eAkte der entscheidende Impuls für die digitale Transformation der Bundesverwaltung von innen“, sagt Felix Zimmermann, Bereichsleiter Public Sector beim Bitkom.

„Auch Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen werden davon mittelbar profitieren. Dafür ist allerdings die weitere Ausstattung der Behörden in den Ländern und Kommunen mit der eAkte erforderlich“, fordert Zimmermann.

Mit der Einführung der elektronischen Aktenführung sollen Papierberge in Behörden der Vergangenheit angehören. Verwaltungsvorgänge können dann vollständig digital abgewickelt werden, was eine erhebliche Effizienzsteigerung und die uneingeschränkte Revisionssicherheit von Verwaltungsvorgängen bedeutet.

Papiergebundene Bearbeitungs-, Transport- und Liegezeiten von Vorgängen entfallen komplett. Die eAkte ist Teil des Projekts „IT-Konsolidierung Bund“, das die Leistungsfähigkeit der Bundesbehörden unter den Bedingungen der Digitalisierung sicherstellen soll. Mit einem geschätzten Volumen von ca. 66 Millionen Euro ist es die erste große Ausschreibung im Rahmen des Projekts.

„Es hat lange gedauert, bis die eAkte im Bund angestoßen wurde. Jetzt müssen ausnahmslos alle Behörden des Bundes ressortübergreifend damit ausgestattet werden“, erklärt Zimmermann. Dabei sei die Einführung der eAkte nicht primär ein IT-Projekt. Sie biete die Chance, eines der größten Reorganisationsprojekte der bundesrepublikanischen Verwaltungsgeschichte zu werden, sagt Zimmermann weiter.

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