Frequenzversteigerung erfolgreich abgeschlossen

1,33 Milliarden Euro für Breitbandausbau und Digitalisierung

| Redakteur: Manfred Klein

Neben der Deutschen Telekom haben sich die Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, und die Vodafone GmbH an der Versteigerung beteiligt. Die Deutsche Telekom hat sich nach eigenen Angaben 100 Megahertz (MHz) von insgesamt 270 MHz an Spektrum gesichert.

„Wir sind mit dem Ausgang der Auktion zufrieden“, sagte Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und Chef der Telekom Deutschland GmbH, zum Abschluss der Versteigerung. „Mit den erworbenen Frequenzen werden wir die Digitalisierung Deutschlands weiter vorantreiben. Wir haben eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Telekom auch in Zukunft im Wettbewerb um ihre Position als bester Netzanbieter in Deutschland bestehen kann“, so van Damme.

Bei der Verwendung der Mittel setzt sich der Breko dafür ein, dass vor allem solche Projekte gefördert werden, die den Grad der Flächendeckung – etwa durch den Ausbau mehrerer zusammenhängender Gebiete – erheblich voranbringen.

„Daneben sollte die Zukunftsfähigkeit der verwendeten Technologie und deren Entwicklungsperspektive eine entscheidende Rolle spielen: Hier sollten Glasfaserlösungen (FTTB / FTTH oder – wo wirtschaftlich nicht sofort realisierbar – FTTC als Zwischenschritt) im Fokus stehen“, so der Breitbandverband.

Auf dieser Basis könnte dann parallel auch eine leistungsfähige Breitbandversorgung der Endkunden über Mobilfunk (LTE / LTE Advanced) zur Verfügung gestellt werden, um besonders abgelegenen Haushalten dennoch einen leistungsfähigen Breitbandanschluss bereitstellen zu können.

Schließlich könnten auch lokale oder regionale Kooperationsmodelle gefördert werden. Dabei würde die Stadt oder Gemeinde selbst das (passive) Glasfasernetz als wichtige Investition in die Zukunft errichten, um es dann anschließend – auf Miet- oder Pachtbasis – von einem erfahrenen Carrier (aktiv) betreiben und vermarkten zu lassen.

Nicht zuletzt tritt der Breko dafür ein, besonders strukturschwache, ländliche Regionen in puncto Breitband-Förderung bevorzugt zu behandeln. Auch Gewerbegebiete mit nachgewiesenem Bandbreitenbedarf sollten besonders berücksichtigt werden, um die Wirtschaftskraft – Stichwort „Industrie 4.0“ – nachhaltig zu stärken.

Um den Missbrauch öffentlicher Gelder zu vermeiden, muss zudem sichergestellt werden, dass tatsächlich echte „weiße Flecken“ erschlossen werden, die bislang noch nicht über eine hochleistungsfähige Breitbandinfrastruktur verfügen. Die steuerliche Absetzbarkeit des Glasfaser-Hausanschlusses, des so genannten Hausstiches, wird die Verbreitung ultraschneller FTTB / FTTH-Anschlüsse zudem weiter erhöhen.

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